Hashimoto & Kinderwunsch: Schwanger werden mit Hashimoto
Du hast Hashimoto und einen Kinderwunsch? Dann bist du hier genau richtig. Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis kann zunächst verunsichern – besonders wenn du dir ein Baby wünschst. Die gute Nachricht: Schwanger werden mit Hashimoto ist absolut möglich! Mit der richtigen Einstellung der Schilddrüse kannst du trotz Hashimoto schwanger werden und ein gesundes Kind bekommen. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Hashimoto und Kinderwunsch wissen musst – von den optimalen TSH-Werten über mögliche Risiken bis hin zu konkreten Tipps für deinen Weg zum Wunschkind.
Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die eigene Schilddrüse angreift. Dabei bildet der Körper Antikörper (vor allem TPO-Antikörper) gegen das Schilddrüsengewebe, was zu einer chronischen Entzündung führt. Mit der Zeit wird die Schilddrüse dadurch geschädigt und produziert immer weniger Schilddrüsenhormone – es entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).
Etwa 5 Prozent der Bevölkerung sind von Hashimoto betroffen, wobei Frauen rund zehnmal häufiger erkranken als Männer. Die Erkrankung beginnt typischerweise zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr – also genau in der Zeit, in der viele Frauen ihren Kinderwunsch verwirklichen möchten.
Typische Symptome einer Hashimoto-bedingten Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit und Erschöpfung, Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung, Kälteempfindlichkeit und häufiges Frieren, trockene Haut und brüchige Haare, Verstopfung und Konzentrationsprobleme sowie depressive Verstimmungen.
Lesetipp: Du fragst dich, warum du nicht schwanger wirst? Eine unerkannte Schilddrüsenstörung kann eine der Ursachen sein.
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Wie beeinflusst Hashimoto die Fruchtbarkeit?
Die Schilddrüse ist ein echtes Schlüsselorgan für die Fruchtbarkeit. Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 beeinflussen nahezu alle Stoffwechselprozesse im Körper – auch den weiblichen Zyklus und die Fortpflanzung.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch Hashimoto kann es zu verschiedenen Problemen kommen, die den Kinderwunsch erschweren. Zyklusstörungen sind häufig: Die Periode kann unregelmäßig werden, zu stark oder zu schwach ausfallen, oder ganz ausbleiben. Auch Eisprungprobleme treten auf, denn ohne ausreichend Schilddrüsenhormone kann der Eisprung gestört sein oder komplett ausbleiben.
Eine weitere Herausforderung ist die Gelbkörperschwäche. Die zweite Zyklushälfte kann verkürzt sein, was die Einnistung erschwert. Zusätzlich können eine verminderte Eizellqualität und ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko auftreten.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Frauen mit Hashimoto und Schilddrüsenantikörpern signifikant häufiger unter einem unerfüllten Kinderwunsch leiden als Frauen ohne diese Erkrankung. Aber keine Sorge – mit der richtigen Behandlung stehen deine Chancen gut.
Schwanger werden mit Hashimoto: Ist das möglich?
Die klare Antwort lautet: Ja! Schwanger werden mit Hashimoto ist definitiv möglich. Bei guter Hormoneinstellung kannst du ganz normal schwanger werden und gesunde Kinder bekommen. Das bestätigen auch zahlreiche Erfahrungsberichte von Frauen, die trotz Hashimoto ihren Kinderwunsch erfüllen konnten.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der optimalen Schilddrüseneinstellung. Wenn deine Schilddrüsenwerte gut eingestellt sind, unterscheiden sich deine Chancen auf eine Schwangerschaft kaum von denen gesunder Frauen.
Was du für das schwanger werden mit Hashimoto brauchst, ist vor allem eine frühzeitige Diagnose und Behandlung, ein gut eingestellter TSH-Wert (meist unter 2,5 mU/l, bei Antikörpern häufig im unteren Normbereich), regelmäßige Kontrollen beim Arzt sowie etwas Geduld bei der Einstellung.
Viele Frauen berichten, dass sie nach der richtigen Einstellung ihrer Schilddrüse schnell schwanger wurden. Andere brauchten etwas mehr Zeit oder zusätzliche Unterstützung durch eine Kinderwunschklinik. Wichtig ist: Gib nicht auf! Schwanger werden mit Hashimoto erfordert manchmal etwas mehr Planung und ärztliche Begleitung, aber es ist absolut realistisch.
TSH-Wert bei Kinderwunsch: Welcher Wert ist optimal?
Der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist der wichtigste Wert zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Vereinfacht gesagt: Je höher der TSH-Wert, desto mehr versucht dein Körper, die Schilddrüse zur Hormonproduktion anzuregen – ein Zeichen für eine Unterfunktion.
Die Normalwerte für TSH liegen bei Erwachsenen zwischen 0,27 und 4,2 mU/l. Bei Kinderwunsch gelten jedoch etwas strengere Maßstäbe.
Bei Kinderwunsch empfehlen viele Fachgesellschaften einen TSH-Wert unter 2,5 mU/l. Bei Hashimoto mit positiven Antikörpern wird oft ein TSH im unteren Normbereich angestrebt – die genaue Zielspanne sollte aber immer individuell mit dem behandelnden Arzt festgelegt werden.
Bei einem TSH-Wert über 4,2 mU/l wird grundsätzlich zu einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen geraten. Bei Werten zwischen 2,5 und 4,2 mU/l hängt die Therapieentscheidung davon ab, ob Schilddrüsenantikörper vorliegen. Sind TPO-Antikörper positiv, wird auch hier meist eine Behandlung empfohlen.
Die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sollten sich dabei im Normbereich befinden, wobei fT4 eher im oberen Normbereich liegen sollte.
Die richtige Schilddrüseneinstellung bei Kinderwunsch
Die Behandlung einer Hashimoto-Thyreoiditis erfolgt durch die tägliche Einnahme von Schilddrüsenhormonen – in der Regel L‑Thyroxin (T4). Wichtig zu wissen: Die Einstellung kann einige Monate dauern und erfordert Geduld.
Häufig wird bei Kinderwunsch ein TSH im unteren Normbereich angestrebt. Das optimale Ziel sollte aber immer individuell mit deinem Arzt festgelegt werden, da es von verschiedenen Faktoren abhängt – etwa der Höhe der Antikörper, dem Jodstatus und deiner persönlichen Situation.
Die Einnahme von L‑Thyroxin erfolgt morgens nüchtern, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück. Kalziumhaltige Nahrungsmittel, Kaffee und bestimmte Medikamente können die Aufnahme beeinträchtigen.
Es kann zu Krankheitsschüben kommen, die die Einstellung erschweren. Grundsätzlich gilt: Je länger die Hashimoto-Erkrankung bereits besteht, desto aufwändiger kann die korrekte Einstellung sein.
Regelmäßige Kontrollen alle vier bis acht Wochen sind wichtig, bis stabile Werte erreicht sind.
Hashimoto und Fehlgeburtsrisiko
Ein wichtiges Thema für Frauen mit Hashimoto ist das Fehlgeburtsrisiko. Hier ist es wichtig, zwei Aspekte zu unterscheiden:
Schilddrüsenunterfunktion: Eine unbehandelte oder schlecht eingestellte Schilddrüsenunterfunktion erhöht das Risiko für wiederholte Fehlgeburten nachweislich. Wenn die Hypothyreose gut behandelt ist, lässt sich ein großer Teil dieses zusätzlichen Risikos reduzieren.
TPO-Antikörper: Studien zeigen, dass TPO-Antikörper unabhängig von den Schilddrüsenwerten mit einem leicht erhöhten Risiko für Fehl- oder Frühgeburten verbunden sein können. Wichtig zu wissen: Eine vorbeugende L‑Thyroxin-Gabe bei Frauen mit normalen Schilddrüsenwerten, aber positiven Antikörpern, hat dieses Risiko in Studien nicht eindeutig senken können.
TPO-Antikörper greifen die Schilddrüse des Kindes nicht direkt an – anders als etwa TSH-Rezeptor-Antikörper bei Morbus Basedow. Die Antikörper werden zwar über die Plazenta übertragen, können aber die Schilddrüsenzellen des Kindes nicht zerstören.
Das Wichtigste ist daher: Lass deine Schilddrüsenwerte regelmäßig kontrollieren und besprich mit deinem Arzt, welche Strategie für dich individuell die richtige ist.
Schwanger mit Hashimoto: Was du beachten solltest
Wenn du schwanger bist, ändert sich einiges. Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen steigt in der Schwangerschaft um etwa 25 bis 50 Prozent, da viele Stoffwechselvorgänge zunehmen.
Viele Experten empfehlen daher, bei bekannter Hypothyreose mit L‑Thyroxin die Dosis nach Feststellen der Schwangerschaft um etwa 25 bis 30 Prozent zu erhöhen. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, an zwei Tagen pro Woche eine zusätzliche Tablette einzunehmen. Besprich das genaue Vorgehen aber immer mit deinem Arzt, da die richtige Anpassung von deiner bisherigen Dosis abhängt.
In der Schwangerschaft wird häufig ein TSH im unteren Normbereich angestrebt, meist unter 2,5 mU/l im ersten Trimenon. Die genaue Zielspanne hängt aber vom Labor und deiner individuellen Situation ab – neuere Empfehlungen betonen hier die Individualisierung. Die freien Schilddrüsenhormone sollten im Normbereich sein. Kontrolluntersuchungen sollten alle vier Wochen stattfinden.
Eine positive Überraschung: Bei vielen Hashimoto-Patientinnen bessern sich die Beschwerden während der Schwangerschaft. Das Schwangerschaftshormon Progesteron schwächt das Immunsystem ab, sodass die Entzündungsreaktion in der Schilddrüse nachlässt.
Nach der Geburt sollte die Schilddrüsendosis in Absprache mit dem Arzt wieder angepasst werden. Achtung: In den Monaten nach der Entbindung kann es durch den Rückgang des Progesterons zu Hashimoto-Schüben kommen, die engmaschige Kontrollen erfordern.
Wichtig für stillende Mütter: Du kannst trotz Hashimoto bedenkenlos stillen. Die Vormilch in den ersten Wochen enthält zwar geringe Mengen an Antikörpern, diese sind aber unbedenklich.
Jod und Selen bei Hashimoto und Kinderwunsch
Die Frage nach der Jodzufuhr ist bei Hashimoto ein sensibles Thema. Grundsätzlich wird Hashimoto-Patientinnen oft geraten, auf eine vermehrte Jodaufnahme zu verzichten, da zu viel Jod die Schilddrüsenentzündung verschlimmern kann.
Bei Kinderwunsch und Schwangerschaft gelten jedoch andere Regeln. Jodmangel kann beim ungeborenen Kind zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Studien zeigen, dass selbst ein geringer Jodmangel die geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann.
In Deutschland wird Frauen mit Kinderwunsch und Schwangeren meist eine Jodsupplementierung von 100 bis 150 µg pro Tag empfohlen, sodass insgesamt etwa 230 bis 260 µg Jod pro Tag erreicht werden – auch bei Hashimoto, sofern die Schilddrüse gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird. Bei Kontrolluntersuchungen alle vier Wochen und entsprechender Anpassung der Thyroxindosis stellt die Jodgabe in der Regel kein Problem dar.
Selen spielt ebenfalls eine Rolle bei Hashimoto. Es gibt Hinweise, dass eine Nahrungsergänzung mit Selen zu einem Rückgang der TPO-Antikörper führen kann. Die routinemäßige Anwendung in Schwangerschaft und Kinderwunsch ist jedoch nicht unumstritten. Wichtig: Selen sollte in der Schwangerschaft nicht ohne Laboruntersuchung und ärztliche Rücksprache hoch dosiert eingenommen werden. Wenn du Selen ergänzen möchtest, besprich dies mit deinem Arzt, der die Dosierung individuell festlegen und den Verlauf begleiten kann.
Lesetipp: Mehr über wichtige Kinderwunsch-Vitamine erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.
Tipps für deinen Kinderwunsch mit Hashimoto
Mit diesen praktischen Tipps kannst du deine Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern und das schwanger werden mit Hashimoto unterstützen:
Lass deine Schilddrüse gründlich untersuchen. Nicht nur der TSH-Wert ist wichtig. Lass auch fT3, fT4 und die TPO-Antikörper bestimmen. Nur so kann deine Ärztin oder dein Arzt die richtige Therapie festlegen.
Finde einen Spezialisten. Ein Endokrinologe oder eine Gynäkologin mit Erfahrung in der Reproduktionsmedizin kann dich optimal betreuen. Die Einstellung von Hashimoto bei Kinderwunsch erfordert Erfahrung.
Sei geduldig. Die optimale Schilddrüseneinstellung kann mehrere Monate dauern. Nutze diese Zeit, um deinen Körper bestmöglich auf die Schwangerschaft vorzubereiten.
Bestimme deine fruchtbaren Tage. Da Hashimoto den Zyklus beeinflussen kann, ist es besonders wichtig, den Eisprung zu tracken. Zykluscomputer können dabei helfen, auch bei unregelmäßigen Zyklen die fruchtbaren Tage zu erkennen.
Achte auf deine Ernährung. Eine entzündungshemmende Ernährung kann Hashimoto positiv beeinflussen. Reduziere Zucker und verarbeitete Lebensmittel, erhöhe den Anteil an Gemüse, Obst und Omega-3-Fettsäuren.
Unterstütze deinen Körper. Neben den ärztlich verordneten Medikamenten können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Das Pimp my Eggs Protokoll enthält viele Nährstoffe, die auch bei Hashimoto hilfreich sind.
Reduziere Stress. Stress kann Hashimoto-Schübe auslösen und den Hormonhaushalt beeinflussen. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen.
Wann solltest du eine Kinderwunschklinik aufsuchen?
Nicht immer reicht die optimale Schilddrüseneinstellung aus, um schwanger zu werden. Obwohl schwanger werden mit Hashimoto grundsätzlich möglich ist, liegen bei manchen Paaren zusätzliche Ursachen für die Kinderlosigkeit vor.
Du solltest eine Kinderwunschklinik aufsuchen, wenn du trotz gut eingestellter Schilddrüse nach einem Jahr nicht schwanger wirst (bei Frauen unter 35 Jahren) oder nach sechs Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist (bei Frauen über 35 Jahren). Auch wenn du bereits Fehlgeburten erlitten hast, ist eine Vorstellung in einer Kinderwunschklinik sinnvoll.
In der Kinderwunschklinik können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um mögliche zusätzliche Ursachen wie PCOS, Endometriose oder Eileiterprobleme zu erkennen.
Auch wenn eine künstliche Befruchtung nötig wird, ist eine gut eingestellte Schilddrüse die Grundvoraussetzung für den Erfolg der Behandlung.
Lesetipp: Anna wurde trotz Hashimoto, Endometriose und PCO natürlich schwanger. Ihre Geschichte zeigt, dass es immer Hoffnung gibt.
Häufige Fragen und Antworten zu Hashimoto und Kinderwunsch
Wie lange dauert es, mit Hashimoto schwanger zu werden?
Das ist sehr individuell. Manche Frauen werden nach der richtigen Schilddrüseneinstellung schnell schwanger, andere brauchen etwas länger. Schwanger werden mit Hashimoto kann manchmal etwas mehr Zeit erfordern als ohne die Erkrankung. Wichtig ist, dass du deinem Körper nach der Einstellung etwa drei Monate Zeit gibst, sich zu stabilisieren.
Kann ich mit Hashimoto schwanger werden?
Ja, absolut! Schwanger werden mit Hashimoto ist bei guter Schilddrüseneinstellung problemlos möglich. Du kannst ganz normal schwanger werden und gesunde Kinder bekommen. Wichtig ist, dass der TSH-Wert vor der Schwangerschaft optimal eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird.
Welchen TSH-Wert sollte ich bei Kinderwunsch haben?
Bei Kinderwunsch empfehlen viele Fachgesellschaften einen TSH-Wert unter 2,5 mU/l. Bei Hashimoto mit positiven Antikörpern wird häufig ein Wert im unteren Normbereich angestrebt. Die genaue Zielspanne sollte aber immer individuell mit deinem Arzt festgelegt werden.
Wie lange dauert es, bis die Schilddrüse richtig eingestellt ist?
Die Einstellung kann einige Monate dauern. In der Regel werden die Werte alle vier bis acht Wochen kontrolliert und die Dosis entsprechend angepasst, bis stabile Werte erreicht sind.
Erhöht Hashimoto das Fehlgeburtsrisiko?
Eine unbehandelte oder schlecht eingestellte Schilddrüsenunterfunktion erhöht das Fehlgeburtsrisiko nachweislich. Bei guter Hormoneinstellung lässt sich ein großer Teil dieses Risikos reduzieren. TPO-Antikörper können jedoch unabhängig von den Schilddrüsenwerten mit einem leicht erhöhten Risiko verbunden sein.
Schaden die Hashimoto-Antikörper meinem Baby?
TPO-Antikörper greifen die Schilddrüse des Kindes nicht direkt an – sie werden zwar über die Plazenta übertragen, können aber die Schilddrüsenzellen des Babys nicht zerstören. Allerdings zeigen Studien, dass TPO-Antikörper unabhängig von den Schilddrüsenwerten mit einem leicht erhöhten Risiko für Fehl- oder Frühgeburten verbunden sein können.
Kann Hashimoto meinen Zyklus beeinflussen?
Ja. Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen steigt in der Schwangerschaft um etwa 25 bis 50 Prozent. Viele Experten empfehlen, nach Feststellen der Schwangerschaft die Dosis um etwa 25 bis 30 Prozent zu erhöhen – das genaue Vorgehen solltest du aber immer mit deinem Arzt besprechen, da es von deiner bisherigen Dosis abhängt.
Welcher Arzt ist für Hashimoto bei Kinderwunsch zuständig?
Der erste Ansprechpartner kann der Hausarzt oder Gynäkologe sein. Bei Kinderwunsch ist die Zusammenarbeit mit einem Endokrinologen sinnvoll, der Erfahrung mit der Schilddrüseneinstellung bei Kinderwunsch hat.
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Hashimoto und Kinderwunsch wende dich bitte an deinen Arzt oder deine Ärztin.
Quellen
- Deutsches Schilddrüsenzentrum: Schilddrüse und Kinderwunsch.
https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruese-und-kinderwunsch/ - Deutsches Schilddrüsenzentrum: Schilddrüse und Schwangerschaft.
https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruese-und-schwangerschaft/ - Deutsches Schilddrüsenzentrum: Hashimoto-Thyreoiditis – Schilddrüsenentzündung.
https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/entzuendungen-hashimoto/ - DEGAM (2023): S2k-Leitlinie Erhöhter TSH-Wert in der Hausarztpraxis. AWMF-Registernummer 053–046. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/053–046
- Lunow, R.: Hashimoto-Thyreoiditis bei Kinderwunsch und Schwangerschaft.
https://www.hashimoto-thyreoiditis.de/therapie/kinderwunsch-schwangerschaft - Lunow, R.: Schilddrüse und Schwangerschaft – Praxisklinik Bornheim. https://www.lunow.de/diagnostik/schilddruese/schilddruese-schwangerschaft
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie: Patientenratgeber Hashimoto-Thyreoiditis
https://www.endokrinologie.net/ - Poppe, K. et al. (2020): European Thyroid Association Guideline on Thyroid Disorders prior to and during Assisted Reproduction. European Thyroid Journal.










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