Blog­ge­rin mit über 10 Jah­ren Kin­der­wunsch-Erfah­rung

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Clau­dia ist Kin­der­wunsch-Blog­ge­rin mit 10 Jah­ren per­sön­li­cher Kin­der­wunsch-Erfah­rung: Endo­me­trio­se-Figh­te­rin, IVF-Ken­ne­rin, ICSI-Schwes­ter und #1von7 Initia­to­rin. Was hat die Grün­de­rin von Weg­wei­ser Kin­der­wunsch auf ihrem Weg erlebt und war­um hat Clau­dia den Blog gegrün­det?

Mein Kin­der­wunsch Weg

Wie vie­le Paa­re plan­ten wir nach der Hoch­zeit eine Fami­lie zu grün­den. Es folg­ten 10 Jah­re mit unglaub­lich vie­len Höhen und Tie­fen. Zunächst Unter­su­chun­gen und Moni­to­ring durch den Frau­en­arzt. Nach 5 lan­gen Jah­ren haben wir uns dann in eine Kin­der­wunsch-Pra­xis bege­ben und auf die­sem Weg wei­te­re 4 Jah­re wirk­lich alles pro­biert — dazu zäh­len meh­re­re IVFs, ICSIs und Kry­os . Das Hof­fen und Ban­gen zehrt natür­lich an den Ner­ven und kos­tet unglaub­lich viel Kraft. Irgend­wann haben wir einen Schluss­strich gezo­gen und einen ande­ren Weg ein­schla­gen. Wir haben uns für die Adop­ti­on von 2 Kin­dern ent­schie­den. Bis wir tat­säch­lich Eltern von zwei wun­der­ba­ren Mäd­chen wur­den, hat es aber noch­mals eini­ge Zeit gedau­ert.

War­um ein Kin­der­wunsch-Blog ?

Mir geht es dar­um ver­schie­de­ne Facet­ten und Wege zum The­ma Kin­der­wunsch auf­zu­zei­gen. Von der “Natür­li­chen Fami­li­en­pla­nung”, über künst­li­che Befruch­tung, Eizel­len­spen­de, Leih­mut­ter­schaft, Adop­ti­on und ein Leben ohne Kin­der. Es soll um alle Berei­che des Kin­der­wunschs gehen.

Vor allem lie­gen mir aber die Gedan­ken und Gefüh­le rund um das The­ma sehr am Her­zen. Der Blog soll zei­gen, dass es kei­ne Stan­dard-Lösung beim Kin­der­wunsch gibt. Jeder muss sei­nen eige­nen Weg fin­den.

Es ist mir ein Anlie­gen das The­ma aus die­ser Tabu-Ecke her­aus­ho­len, indem ich auch über die Gefüh­le der Betrof­fe­nen schrei­be. Dazu ver­öf­fent­li­che ich (anonym) Erfah­run­gen und Geschich­ten betrof­fe­ner Paa­re. Um auf den uner­füll­ten Kin­der­wunsch auf­merk­sam zu machen, initi­ie­re ich auch immer wie­der Aktio­nen für die Öffent­lich­keit. Hier­zu zählt bei­spiels­wei­se der Hash­tag #1von7 auf Insta­gram.

Mehr zur Akti­on #1von7 auf Bri­git­te MOM

4 Kommentare
  1. Ute sagte:

    Hal­lo Clau­dia, ich habe mich super gefreut, als ich Dei­nen Blog gefun­den habe. Ich kann nicht ver­ste­hen, dass die­ses The­ma haupt­säch­lich von Betrof­fe­nen getrie­ben wird.
    Zu mir: Ich habe eine 6‑jährige Lei­dens­ge­schich­te hin­ter mir mit 5 Ver­su­chen künst­li­cher Befruch­tung, 4 Fehl­ge­bur­ten und einem gesun­den Baby (!). Bekom­men habe ich unse­ren Sohn kurz vor mei­nem 43-jäh­ri­gen Geburts­tag. Er ist jetzt 13 Jah­re alt und ich bin immer noch über­glück­lich.
    Ich hat­te trotz mei­nes Alters sehr gute Eizel­len und mein Mann gute Sper­mi­en. Also war ich jedes Mal schwan­ger, fühl­te mich dann aber eher krank als alles ande­re und ver­lor den Fötus meist zwi­schen der 8. und 11. Woche. Ich war bei allen mög­li­chen Kin­der­wunsch­zen­tren, aber kei­ner wuss­te einen Rat. Oft­mals hör­te ich dann, ich sei ja schließ­lich schon alt. Nur mal als Hin­weis: ich bin jetzt 56 und bin immer noch nicht in den Wech­sel­jah­ren.…
    Irgend­wann bin ich dann auf ein Forum gesto­ßen, in dem das The­ma KIR-Gene ange­spro­chen wur­de. Ich habe mein Blut dar­auf­hin in ein Gen-Labor nach Mün­chen geschickt und bekam die Dia­gno­se — KIR Gene feh­len! Dar­auf­hin bin ich zu Prof. Wür­fel nach Mün­chen gefah­ren und ich habe mich bei der dar­auf­fol­gen­den IVF mit Gra­no­cy­te behan­deln las­sen. Was soll ich sagen?? Mir ging es fan­tas­tisch — ich habe mei­ne Schwan­ger­schaft bis zur Geburt unglaub­lich genos­sen.
    War­um schrei­be ich das alles nach so vie­len Jah­ren? Weil ich tief trau­rig bin. Ich kom­me gera­de von einer Arzt­be­hand­lung zurück und die Hel­fe­rin berich­te­te mir von 5 Fehl­ge­bur­ten und glei­chen Sym­pto­men wie ich sie hat­te. Lei­der konn­te der ört­li­che Gynä­ko­lo­ge das nicht ein­ord­nen und selbst das sehr bekann­te KWZ in Köln wuss­te kei­nen Rat. Das kann doch nicht sein!! Die Frau ist jetzt 49 und viel­leicht wäre sie schwan­ger gewor­den… Wie kann es sein, dass Ärz­te sich nicht wei­ter­bil­den und es zumin­dest ver­su­chen?? Natür­lich ist das kein All­heil­mit­tel, aber ich habe mich ja auch einer Bauch­spie­ge­lung unter­zo­gen, mich auf Throm­bo­phi­lie tes­ten las­sen und sogar einen Gen­test gemacht. Alles, um die Ursa­che zu fin­den. Da kann man doch auch mal Gra­no­cye sprit­zen bis zur 14. Woche… Tri­al and error.
    Euch allen wün­sche ich gutes Durch­hal­te­ver­mö­gen! Ich wuss­te immer, dass es irgend­wann klappt… Herz­li­che Grü­ße, Ute

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    • Claudia sagte:

      Vie­len lie­ben Dank für dei­ne Nach­richt !! Dei­ne Geschich­te zeigt, wie wich­tig der Aus­tausch ist und dass man sich lei­der auch immer selbst infor­mie­ren muss. Auch bei mir selbst waren die KIR-Gene ein The­ma und auch ich war bei Pro­fes­sor Wür­fel (was für ein Zufall). Es freut mich sehr, dass es bei dir geklappt hat!

      Übri­gens gibt es hier auch einen Arti­kel über das The­ma KIR-Gene.

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  2. Karin Eckes sagte:

    LIe­be Clau­dia, ich fin­de es groß­ar­tig, dass Du die­sen Blog ins Leben geru­fen hast und dem The­ma unge­woll­te Kin­der­lo­sig­keit einen Raum gibst! Ich habe in Ber­lin eine Pra­xis für sys­te­mi­sche The­ra­pie mit dem Schwer­punkt, Frau­en und ihre Partner*innen mit (uner­füll­tem) Kin­der­wunsch zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen. Immer wie­der wen­de ich mich auch an ver­schie­de­ne Medi­en, um die­se zu bit­ten, Bei­trä­ge zum The­ma zu brin­gen, um eine Ent­ta­bui­sie­rung vor­an­zu­trei­ben. Dies scheint immer noch durch eini­ge Hür­den blo­ckiert, was ich sehr bedau­er­lich fin­de. Umso mehr freue ich mich, die­sen Blog zu fin­den, der den Betrof­fe­nen Mut macht und zeigt, dass sie nicht allein sind! Herz­li­che Grü­ße aus Ber­lin schickt Karin

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  3. Tina Wünsche sagte:

    Hal­lo Clau­dia,
    ein ganz tol­ler Blog. Rie­sen­lob! Ich fin­de es super, wie vie­le Infos sich auf Dei­ner Sei­te fin­den und dass Du mit Dei­nem Blog Men­schen mit Kin­der­wunsch eine Stim­me gibst. Beson­ders toll fin­de ich, dass die Beschäf­ti­gung mit dem Kin­der­wunsch nicht mit sei­ner Erfül­lung auf­ge­hört hat und dass Du den Mut hast, Dich mit Dei­ner Geschich­te zu zei­gen. Cha­peau! Auch ich weiß noch sehr genau, wie sich der uner­füll­te Kin­der­wunsch ange­fühlt hat und wie es ist, sich von der ursprüng­li­chen Vor­stel­lung über sei­ne Wunsch­er­fül­lung zu lösen. Die Geschich­te mei­ner Fami­lie blog­ge ich seit Kur­zem hier: http://www.wuenschekindereltern.wordpress.com
    LG Tina

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