Duo­Stim: Dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on in einem Zyklus für mehr Eizel­len und bes­se­re Chan­cen

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Eierstöcke DuoStim

Du hast eine nied­ri­ge Eizell­re­ser­ve oder reagierst kaum auf die hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on? Dann kann die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on (auch Duo­Stim, Dual Stim oder dua­le Sti­mu­la­ti­on) eine inter­es­san­te Opti­on für dich sein. Bei die­ser Metho­de wer­den zwei Sti­mu­la­tio­nen der Eier­stö­cke in einem ein­zi­gen Mens­trua­ti­ons­zy­klus durch­ge­führt. Das Ziel: In kür­ze­rer Zeit mehr Eizel­len gewin­nen und damit die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft erhö­hen.

Für die­sen Arti­kel haben wir mit Dr. Katha­ri­na Spies, medi­zi­ni­scher Direk­to­rin des Vida Fer­ti­li­ty Insti­tu­te in Spa­ni­en, gespro­chen. Sie erklärt, wie die Dua­le Sti­mu­la­ti­on funk­tio­niert, für wen sie geeig­net ist und wel­che Chan­cen die­se inno­va­ti­ve Metho­de bie­ten kann.


Wer­bung // Der Arti­kel wur­de fach­lich und inhalt­lich durch Dr. Katha­ri­na Spies vom Vida Fer­ti­li­ty Insti­tu­te in Madrid.

Die Exper­tin: Dr. Katha­ri­na Spies über die Duo­Stim

Dr. Katha­ri­na Spies ist die medi­zi­ni­sche Direk­to­rin von Vida Fer­ti­li­ty (Madrid und Ali­can­te / Spa­ni­en) und eine aus­ge­wie­se­ne Exper­tin für Kin­der­wunsch­be­hand­lun­gen. Die gebür­ti­ge Deut­sche betreut dort vor allem inter­na­tio­na­le Pati­en­tin­nen aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum und kennt die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen.

Im fol­gen­den Arti­kel teilt Dr. Spies ihr Fach­wis­sen zur Dua­len Sti­mu­la­ti­on und erklärt, wie die­se Metho­de Frau­en mit ein­ge­schränk­ter Eier­stock­re­ser­ve dabei unter­stüt­zen kann, schwan­ger zu wer­den.

Was ist eine dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on (Duo­Stim)?

Die Dua­le Sti­mu­la­ti­on (auch Dual Stim oder Duo­Stim genannt) han­delt es sich um ein Ver­fah­ren der künst­li­chen Befruch­tung, bei dem inner­halb eines Mens­trua­ti­ons­zy­klus zwei Sti­mu­la­tio­nen der Eier­stö­cke durch­ge­führt wer­den. Übli­cher­wei­se beginnt eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on mit der Regel­blu­tung und dau­ert etwa 10 bis 12 Tage.

Bei der Dual Stim schließt sich nach der ers­ten Eizell­ent­nah­me bereits etwa fünf Tage spä­ter eine zwei­te Sti­mu­la­ti­on an – noch im sel­ben Zyklus. „Die zwei­te Sti­mu­la­ti­on beginnt fünf Tage nach der ers­ten Punk­ti­on, in der soge­nann­ten Luteal­pha­se, also in der zwei­ten Pha­se des weib­li­chen Zyklus“, erklärt Dr. Spies.

Wenn du dich für eine dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on mit gene­ti­scher Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik bei Vida Fer­ti­li­ty inter­es­sierst, kannst du jetzt einen kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren.
Das deutsch­spra­chi­ge Team beant­wor­tet alle dei­ne Fra­gen – unver­bind­lich und dis­kret.

Wie funk­tio­niert die dua­le Sti­mu­la­ti­on?

Der Ablauf der dop­pel­ten Sti­mu­la­ti­on glie­dert sich in zwei auf­ein­an­der­fol­gen­de Pha­sen inner­halb eines Mens­trua­ti­ons­zy­klus:

Ers­te Sti­mu­la­ti­on:

  • Beginn mit der Regel­blu­tung (Zyklus­tag 1–3)
  • Hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on über etwa 10–12 Tage
  • Regel­mä­ßi­ge Ultra­schall- und Blut­kon­trol­len
  • Aus­lö­sung des Eisprungs bei aus­rei­chen­der Fol­li­kel­rei­fe (ca. 17–20 mm)
  • Ers­te Eizell­ent­nah­me etwa 36 Stun­den nach der Aus­lö­sung

Zwei­te Sti­mu­la­ti­on:

  • Beginn etwa fünf Tage nach der ers­ten Punk­ti­on
  • Erneu­te hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on (ähn­li­ches Pro­to­koll wie in der ers­ten Pha­se)
  • Kon­trol­len im Abstand von zwei bis drei Tagen
  • Aus­lö­sung des Eisprungs bei erneu­ter Fol­li­kel­rei­fe
  • Zwei­te Eizell­ent­nah­me wie­der­um rund 36 Stun­den spä­ter

Unter­schied zwi­schen nor­ma­ler IVF und Duo­Stim


Du über­legst, ob die Duo­Stim für dich infra­ge kommt? Dann hilft dir die­se Über­sicht: Sie zeigt auf einen Blick, wor­in sich die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on von einer klas­si­schen Behand­lung unter­schei­det – und wel­che Vor­tei­le sie dir bie­ten kann.

Aspekt Klas­si­sche IVF / ICSIDuo­Stim bei IVF / ICSI
Sti­mu­la­tio­nen pro ZyklusEineZwei
Anzahl gewon­ne­ner Eizel­lenStan­dard Bis zu dop­pelt so vie­le
Chan­ce auf gesun­de Embryo­nenStan­dardHöher, da mehr Eizel­len für PID zur Ver­fü­gung ste­hen
Zeit­auf­wand ins­ge­samt10–12 TageCa. 25–30 Tage (aber nur 1 Zyklus!)
War­te­zeit zwi­schen Zyklen min­des­ten 1–2 Mona­te Kei­ne
Geeig­net für Alle Frau­en nied­ri­ge Eizell­re­ser­ve,
Low Respon­der (schwa­che Reak­ti­on auf Sti­mu­la­ti­on),
Frau­en 38+

War­um kann man zwei Sti­mu­la­tio­nen in einem Zyklus machen?

Die Duo­Stim basiert auf der Erkennt­nis, dass Fol­li­kel nicht aus­schließ­lich in der ers­ten Zyklus­pha­se her­an­rei­fen. Stu­di­en zei­gen, dass es inner­halb eines Mens­trua­ti­ons­zy­klus bis zu drei soge­nann­te Fol­li­kel­rei­fungs­wel­len geben kann.

Dr. Katha­ri­na Spies erklärt den Hin­ter­grund so:
„Frü­her ging man davon aus, dass Fol­li­kel nur in der ers­ten Pha­se des Zyklus, also in der fol­li­ku­lä­ren Pha­se, rei­fen. Heu­te weiß man, dass es im Ver­lauf eines Zyklus meh­re­re Fol­li­kel­rei­fungs­wel­len gibt.“

Im natür­li­chen Zyklus ent­wi­ckelt sich in der Regel ein Leit­fol­li­kel, der schnel­ler wächst als die ande­ren. Er reift her­an und löst schließ­lich den Eisprung aus, wäh­rend die übri­gen Fol­li­kel wie­der zurück­ge­bil­det wer­den. Die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on setzt genau hier an: Sie nutzt die Fol­li­kel­wel­len der spä­te­ren Zyklus­pha­se für eine wei­te­re Sti­mu­la­ti­on.

„Die­se klei­nen Fol­li­kel, die man oft am Ende einer Sti­mu­la­ti­on sieht und die dann begin­nen zu wach­sen, kön­nen gezielt genutzt wer­den“, erklärt die Kin­der­wunsch­ex­per­tin.

Für wen ist die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on (Duo­Stim) geeig­net?

Die dua­le Sti­mu­la­ti­on kann ins­be­son­de­re für Frau­en sinn­voll sein, die:

  • eine nied­ri­ge Eizell­re­ser­ve haben (z. B. nied­ri­ger AMH-Wert)
  • schwach auf eine ova­ri­el­le Sti­mu­la­ti­on reagie­ren (soge­nann­te Low Respon­der)
  • eine ein­ge­schränk­te Eizell­qua­li­tät auf­wei­sen
  • nach einer ers­ten Sti­mu­la­ti­on nur weni­ge Blas­to­zys­ten gewin­nen konn­ten
  • 38 Jah­re oder älter sind und eine gene­ti­sche Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik (PID/PGT‑A) pla­nen

Katha­ri­na Spies betont: „Je mehr Eizel­len wir gewin­nen kön­nen, des­to mehr Embryo­nen haben wir – und rein sta­tis­tisch steigt damit die Chan­ce, ein gesun­des Kind zu bekom­men.“

Dual Stim und gene­ti­sche Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik (PID)

In vie­len Fäl­len wird die dua­le Sti­mu­la­ti­on (Duo Stim) mit einer gene­ti­schen Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik (PID) kom­bi­niert. Dabei wer­den die Embryo­nen vor dem Trans­fer auf Chro­mo­so­men­stö­run­gen unter­sucht.

Dr. Spies erläu­tert den Zusam­men­hang: „Bei Frau­en zwi­schen 38 und 40 Jah­ren gehen wir davon aus, dass etwa ein Drit­tel der Embryo­nen gene­tisch gesund ist. Im Alter von 41 bis 42 Jah­ren sind es nur noch rund 10 bis 20 Pro­zent, und ab 43 Jah­ren weni­ger als 5 Pro­zent.“

Durch die Dual Stim kön­nen inner­halb kur­zer Zeit mehr Embryo­nen gewon­nen wer­den, die anschlie­ßend gemein­sam gene­tisch unter­sucht wer­den. Das erhöht die Wahr­schein­lich­keit, min­des­tens einen gene­tisch gesun­den Embryo zu fin­den.

„Wenn wir wis­sen, dass die Embryo­nen gene­tisch gesund sind, lie­gen die Schwan­ger­schafts­chan­cen bei etwa 65 bis 70 Pro­zent“, so die Exper­tin.

Ist die Duo­Stim in Deutsch­land mög­lich?

Die Duo­Stim ist grund­sätz­lich auch in Deutsch­land durch­führ­bar. Aller­dings wird sie dort nicht mit einer gene­ti­schen Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik (PID/PGT‑A) kom­bi­niert – und genau die­se Kom­bi­na­ti­on macht die Metho­de beson­ders sinn­voll. 

Der recht­li­che Hin­ter­grund: In Deutsch­land ist die PID nur bei schwer­wie­gen­den Erb­krank­hei­ten erlaubt. Eine rou­ti­ne­mä­ßi­ge gene­ti­sche Unter­su­chung aller Embryo­nen zur Ver­bes­se­rung der Schwan­ger­schafts­chan­cen ist nicht zuläs­sig. 

Dr. Katha­ri­na Spies erklärt: „In Deutsch­land ist die Geset­zes­la­ge stren­ger. Die PID ist dort nur unter sehr engen Vor­aus­set­zun­gen mög­lich. Des­halb ist die Duo­Stim mit gene­ti­scher Unter­su­chung in Deutsch­land in der Regel nicht umsetz­bar.” 

In Spa­ni­en hin­ge­gen ist die PID gesetz­lich erlaubt und medi­zi­nisch eta­bliert. Alle Embryo­nen dür­fen gene­tisch unter­sucht wer­den – unab­hän­gig davon, ob eine Erb­krank­heit vor­liegt. Wes­halb sich vie­le Paa­re für eine Behand­lung dort ent­schei­den. 

Wich­tig zu wis­sen: Bei der PID ist kein Embryo­trans­fer im fri­schen Zyklus mög­lich. Nach der gene­ti­schen Unter­su­chung wer­den die Embryo­nen ein­ge­fro­ren. Der Embryo­trans­fer erfolgt anschlie­ßend in einem gezielt vor­be­rei­te­ten Zyklus.

Wenn du dich für eine dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on mit gene­ti­scher Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik bei Vida Fer­ti­li­ty inter­es­sierst, kannst du jetzt einen kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren.
Das deutsch­spra­chi­ge Team beant­wor­tet alle dei­ne Fra­gen – unver­bind­lich und dis­kret.

Wel­che Vor­tei­le bie­tet die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on?

Die dua­le Sti­mu­la­ti­on bie­tet meh­re­re Vor­tei­le, ins­be­son­de­re für Frau­en mit ein­ge­schränk­ter Eier­stock­re­ser­ve:

  • Höhe­re Gesamt­chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft
    Je mehr Eizel­len und Embryo­nen zur Ver­fü­gung ste­hen, des­to höher ist die Gesamt­wahr­schein­lich­keit einer Schwan­ger­schaft über meh­re­re Trans­fer­zy­klen hin­weg.
  • Psy­cho­lo­gi­scher Vor­teil
    Vie­le Pati­en­tin­nen emp­fin­den es als ent­las­tend, zwei Sti­mu­la­tio­nen direkt hin­ter­ein­an­der durch­zu­füh­ren, anstatt meh­re­re Mona­te auf einen neu­en Behand­lungs­zy­klus war­ten zu müs­sen.
  • Gemein­sa­me Ana­ly­se aller Embryo­nen
    In Kom­bi­na­ti­on mit einer gene­ti­schen Unter­su­chung (PID/PGT‑A) kön­nen die Embryo­nen aus bei­den Sti­mu­la­tio­nen gemein­sam ana­ly­siert wer­den. Das bedeu­tet nur eine War­te­zeit auf das Ergeb­nis statt zwei sepa­ra­ter Ana­ly­sen.
  • Mög­li­che Kos­ten­er­spar­nis
    In vie­len Kli­ni­ken ist die Dual Stim kos­ten­güns­ti­ger als zwei getrenn­te Behand­lungs­zy­klen. Zudem las­sen sich durch die gemein­sa­me Ana­ly­se der Embryo­nen wei­te­re Kos­ten redu­zie­ren.

Duo­Stim – Ablauf der dop­pel­ten Sti­mu­la­ti­on:


1. Vor­be­rei­tung
Blut­un­ter­su­chun­gen, Hor­mon­sta­tus, Ultra­schall der Eier­stö­cke sowie ggf. Sper­mio­gramm und Chro­mo­so­men­ana­ly­se. Ziel ist ein indi­vi­du­ell ange­pass­tes Behand­lungs­pro­to­koll.

2. Ers­te Sti­mu­la­ti­on
Start mit der Regel­blu­tung (meist Zyklus­tag 2–3). Täg­li­che Hor­mon­sprit­zen und alle 2–3 Tage Ultra­schall- und Blut­kon­trol­len.

3. Ers­te Eizell­ent­nah­me
Nach etwa 10–12 Tagen sind die Fol­li­kel reif. Der Eisprung wird aus­ge­löst, rund 36 Stun­den spä­ter erfolgt die ers­te Punk­ti­on.

4. Kur­ze Pau­se & Kon­trol­le
Etwa fünf Tage spä­ter Kon­trol­le: Wie geht es dir? Wie reagie­ren die Eier­stö­cke? Gemein­sam wird ent­schie­den, ob direkt wei­ter­ge­macht wird.

5. Zwei­te Sti­mu­la­ti­on
Erneu­te hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on im sel­ben Zyklus. Dau­er meist eben­falls 10–12 Tage, das Pro­to­koll kann ange­passt wer­den.

6. Zwei­te Eizell­ent­nah­me
Nach Aus­lö­sung des Eisprungs erfolgt die zwei­te Punk­ti­on – wie­der etwa 36 Stun­den spä­ter.

7. Embryo­nen & gene­ti­sche Ana­ly­se
Gut ent­wi­ckel­te Embryo­nen (Blas­to­zys­ten) wer­den unter­sucht und ein­ge­fro­ren. Die gene­ti­sche Unter­su­chung (PID/PGT‑A) dau­ert ca. 2–3 Wochen.

8. Embryo­trans­fer 
Der Trans­fer fin­det in einem spä­te­ren, vor­be­rei­te­ten Zyklus statt – mit dem gene­tisch gesun­den Embryo.

Kann man die Duo­Stim mit Eier­stock­ver­jün­gung (PRP) kom­bi­nie­ren?

Ja, die­se Kom­bi­na­ti­on wird häu­fig bei Frau­en mit nied­ri­ger Eizell­re­ser­ve emp­foh­len.

Was ist PRP?

Bei der PRP-Behand­lung (Plate­let Rich Plas­ma) wird aus dei­nem eige­nen Blut eine Kon­zen­tra­ti­on von Wachs­tums­fak­to­ren gewon­nen und in die Eier­stö­cke inji­ziert. Ziel ist es, “schla­fen­de” Fol­li­kel zu akti­vie­ren und mehr Eizel­len zu gewin­nen.

Der Vor­teil bei der Duo­Stim:

Die ers­te Eizell­ent­nah­me kann direkt für die PRP-Injek­ti­on genutzt wer­den – du brauchst nur ein­mal Nar­ko­se statt zwei­mal. Dr. Spies erklärt: „So braucht man nur ein­mal eine Nar­ko­se, und alles wird in einem ein­zi­gen Ein­griff erle­digt.”
Das Ergeb­nis: Beim zwei­ten Sti­mu­la­ti­ons­zy­klus reagie­ren oft mehr Fol­li­kel. „Wir sehen dabei häu­fig eine bes­se­re ova­ri­el­le Ant­wort im zwei­ten Zyklus”, berich­tet Dr. Spies.

Wich­tig: Die PRP-Behand­lung ist eine zusätz­li­che Opti­on, aber kei­ne Pflicht. Ob sie für dich sinn­voll ist, besprichst du in der Erst­be­ra­tung.

Fazit: Dua­le Sti­mu­la­ti­on als Chan­ce für mehr Embryo­nen

Die Duo Stim ist eine inno­va­ti­ve Metho­de, die beson­ders für Frau­en mit nied­ri­ger Eizell­re­ser­ve oder einer schwa­chen Reak­ti­on auf die Sti­mu­la­ti­on eine wert­vol­le Opti­on sein kann. Durch zwei Sti­mu­la­tio­nen inner­halb eines Zyklus las­sen sich in kür­ze­rer Zeit mehr Eizel­len gewin­nen – und damit die Chan­cen auf gene­tisch gesun­de Embryo­nen erhö­hen.

Dr. Spies fasst zusam­men: „Es ist eine Metho­de, die uns neue Mög­lich­kei­ten eröff­net und mit der wir immer häu­fi­ger arbei­ten.“

Die dop­pel­te Stim wird meist in Kom­bi­na­ti­on mit einer gene­ti­schen Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik durch­ge­führt und eig­net sich beson­ders für Frau­en ab etwa 38 Jah­ren. Die Risi­ken ent­spre­chen denen einer klas­si­schen IVF-Behand­lung, und eine zwei­te Sti­mu­la­ti­on wird nur dann durch­ge­führt, wenn es der Pati­en­tin nach der ers­ten gut geht.

Wenn du dich für eine dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on mit gene­ti­scher Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik bei Vida Fer­ti­li­ty inter­es­sierst, kannst du jetzt einen kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren.
Das deutsch­spra­chi­ge Team beant­wor­tet alle dei­ne Fra­gen – unver­bind­lich und dis­kret.

Häu­fi­ge Fra­gen zur dop­pel­ten Sti­mu­la­ti­on

Gibt es bei der Duo­Stim Unter­schie­de zwi­schen der ers­ten und zwei­ten Sti­mu­la­ti­on?

Vie­le Frau­en befürch­ten, dass die zwei­te Sti­mu­la­ti­on weni­ger erfolg­reich sein könn­te. Die­se Sor­ge ist unbe­grün­det: Stu­di­en zei­gen, dass bei­de Sti­mu­la­tio­nen ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se lie­fern – sowohl bei der Anzahl der Eizel­len als auch bei der Embryo­nen­qua­li­tät.

Dr. Spies bestä­tigt: “Nach unse­ren Erfah­run­gen gibt es zwi­schen der ers­ten und der zwei­ten Sti­mu­la­ti­on in der Regel kei­nen Unter­schied.”

Der Vor­teil: Du nutzt bei­de Fol­li­kel­wel­len opti­mal aus, ohne Qua­li­täts­ein­bu­ßen befürch­ten zu müs­sen.

Wie vie­le Blas­to­zys­ten ent­ste­hen bei der Duo­Stim?

Die Anzahl der Blas­to­zys­ten hängt von meh­re­ren indi­vi­du­el­len Fak­to­ren ab, unter ande­rem von:

  • dei­ner Eizell­re­ser­ve
  • der Qua­li­tät dei­ner Eizel­len
  • der Qua­li­tät der Samen­zel­len
  • dei­nem Alter

Dr. Spies erklärt: „Die Dual Stim ist im Prin­zip wie eine nor­ma­le Sti­mu­la­ti­on. Wir sind abhän­gig von der Eizell­re­ser­ve, der Eizell­qua­li­tät und der Qua­li­tät der Samen­zel­len.“

Bei guter Eizell- und Sper­mi­en­qua­li­tät errei­chen beim Vida Fer­ti­li­ty Insti­tu­te etwa 60 % der befruch­te­ten Eizel­len das Blas­to­zys­ten­sta­di­um. Die kon­kre­te Anzahl ist jedoch sehr indi­vi­du­ell. Die kon­kre­te Anzahl kann indi­vi­du­ell vari­ie­ren. Sta­tis­tisch gese­hen sind die Ergeb­nis­se der ers­ten und zwei­ten Sti­mu­la­ti­on jedoch ver­gleich­bar.

Gibt es Risi­ken bei der Dual Stim?

Nein, die Dual Stim ist nicht gefähr­li­cher als eine nor­ma­le IVF-Behand­lung. Die Risi­ken ent­spre­chen denen einer klas­si­schen Sti­mu­la­ti­on – mit einem wich­ti­gen Unter­schied: Die zwei­te Sti­mu­la­ti­on wird nur dann durch­ge­führt, wenn es dir nach der ers­ten gut geht.

Dr. Katha­ri­na Spies betont: „Wenn eine Pati­en­tin nach dem ers­ten Zyklus unter einer Über­sti­mu­la­ti­on lei­det, Blu­tun­gen hat, die Medi­ka­men­te nicht gut ver­trägt oder ein­fach eine Pau­se möch­te, wird aus­drück­lich emp­foh­len, kei­nen zwei­ten Zyklus direkt anzu­schlie­ßen.”

Das bedeu­tet: Dein Wohl­be­fin­den steht an ers­ter Stel­le. Die Ent­schei­dung für oder gegen die zwei­te Sti­mu­la­ti­on wird immer gemein­sam mit dir getrof­fen – basie­rend dar­auf, wie du dich fühlst und wie dein Kör­per auf die ers­te Behand­lung reagiert hat.

Wie lan­ge gibt es die Duo Stim schon?

Die dua­le Sti­mu­la­ti­on wird seit etwa 5 Jah­ren in der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin ange­wen­det. Die Metho­de hat sich in die­ser Zeit als sicher und effek­tiv erwie­sen, beson­ders für Frau­en mit nied­ri­ger Eizell­re­ser­ve.

Ist die Dual Stim gefähr­li­cher als eine nor­ma­le IVF?

Nein, die Risi­ken ent­spre­chen denen einer nor­ma­len IVF-Behand­lung. Die zwei­te Sti­mu­la­ti­on wird nur durch­ge­führt, wenn es dir nach der ers­ten gut geht und kei­ne Anzei­chen von Über­sti­mu­la­ti­on oder ande­ren Kom­pli­ka­tio­nen vor­lie­gen.

Wie vie­le Embryo­nen bekommt man bei einer dop­pel­ten Sti­mu­la­ti­on?

Die Anzahl hängt stark von dei­ner indi­vi­du­el­len Eizell­re­ser­ve und ‑qua­li­tät ab. Der Vor­teil liegt dar­in, dass du durch zwei Sti­mu­la­tio­nen ins­ge­samt mehr Eizel­len und damit poten­zi­ell mehr Embryo­nen gewin­nen kannst.

Kann man die dop­pel­te Sti­mu­la­ti­on mit PRP kom­bi­nie­ren?

Ja, die Kom­bi­na­ti­on ist mög­lich und wird häu­fig ange­wen­det. Die PRP-Behand­lung kann wäh­rend der ers­ten Eizell­ent­nah­me durch­ge­führt wer­den, um die Reak­ti­on in der zwei­ten Sti­mu­la­ti­on zu ver­bes­sern.

Muss man zwi­schen bei­den Sti­mu­la­tio­nen nach Spa­ni­en rei­sen?

Nein, die meis­ten Kon­trol­len kön­nen im Hei­mat­land durch­ge­führt wer­den. Du musst nur für die bei­den Eizell­ent­nah­men nach Spa­ni­en rei­sen – jeweils etwa 1–2 Tage pro Punk­ti­on.

Kann man meh­re­re Dual Stims hin­ter­ein­an­der machen?

Nein, nicht unbe­grenzt. Die Geset­zes­la­ge in Spa­ni­en sieht vor: Wenn gene­tisch gesun­de Embryo­nen für den Trans­fer vor­han­den sind, müs­sen die­se zuerst ein­ge­setzt wer­den, bevor ein neu­er Sti­mu­la­ti­ons­zy­klus begon­nen wer­den darf.

Dr. Spies erklärt: „Wenn gene­tisch gesun­de Embryo­nen für den Trans­fer vor­han­den sind, müs­sen die­se zuerst ein­ge­setzt wer­den, bevor ein neu­er Sti­mu­la­ti­ons­zy­klus begon­nen wer­den darf.”

Das bedeu­tet kon­kret:

Nach einer Duo­Stim wer­den die Embryo­nen gene­tisch ana­ly­siert (PGT‑A). Sind trans­fer­fä­hi­ge, gesun­de Embryo­nen dabei, wird zunächst ein Embryo­trans­fer emp­foh­len. Erst wenn die­ser nicht erfolg­reich war oder kei­ne gesun­den Embryo­nen vor­han­den sind, kann eine wei­te­re Sti­mu­la­ti­on durch­ge­führt wer­den.

Ziel der Rege­lung: Der Fokus liegt dar­auf, mög­lichst bald schwan­ger zu wer­den – nicht end­los Embryo­nen anzu­sam­meln.

Was kos­tet die Duo­Stim?

Die Kos­ten für eine dua­le Sti­mu­la­ti­on sind in der Regel etwas güns­ti­ger als zwei sepa­ra­te IVF-Zyklen, da bestimm­te Labor­kos­ten – etwa für die gene­ti­sche Ana­ly­se (PGT‑A) – zusam­men­ge­fasst wer­den kön­nen.

Dr. Spies erklärt: „Es ist in der Regel etwas güns­ti­ger, zwei Sti­mu­la­tio­nen direkt hin­ter­ein­an­der durch­zu­füh­ren.”

Wich­tig zu wis­sen:

Die Ent­schei­dung für eine Duo­Stim soll­te nicht pri­mär aus finan­zi­el­len Grün­den getrof­fen wer­den, son­dern basie­rend auf:

  • Dei­ner medi­zi­ni­schen Situa­ti­on
  • Dei­ner Eizell­re­ser­ve
  • Dei­nem per­sön­li­chen Befin­den

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  • Gene­ti­sche Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik (PGT‑A)
  • WIT­NESS-Sys­tem zur lücken­lo­sen Pro­ben­ver­fol­gung per Radio­fre­quenz

“Wir glau­ben, dass medi­zi­ni­sche Exzel­lenz im Labor beginnt”, so die Phi­lo­so­phie der Kli­nik. Die hoch­mo­der­nen Ein­rich­tun­gen auf ins­ge­samt 750 Qua­drat­me­tern in Madrid umfas­sen einen direkt ans Labor ange­schlos­se­nen OP-Bereich, drei Sprech­zim­mer mit neu­es­ter Ultra­schall­tech­nik (Volu­son S8) und vier kom­for­ta­ble Auf­wach­räu­me.

Per­sön­li­che Betreu­ung in dei­ner Spra­che

Was Vida Fer­ti­li­ty beson­ders aus­zeich­net, ist die Kom­bi­na­ti­on aus Spit­zen­tech­no­lo­gie und per­sön­li­cher Betreu­ung:

  • Durch­ge­hen­de Betreu­ung durch das­sel­be Ärz­te-Team vom ers­ten Ter­min bis zum posi­ti­ven Schwan­ger­schafts­test
  • Deutsch­spra­chi­ges Team – kom­plet­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und Doku­men­ta­ti­on auf Deutsch
  • Erfah­rung mit inter­na­tio­na­len Pati­en­tin­nen – die meis­ten Kon­trol­len kön­nen in dei­nem Hei­mat­land durch­ge­führt wer­den
  • Indi­vi­du­el­le Behand­lungs­plä­ne für jeden ein­zel­nen Fall

Dr. Katha­ri­na Spies, die medi­zi­ni­sche Direk­to­rin der Madri­der Kli­nik, ist seit 15 Jah­ren in Spa­ni­en tätig und führt die Kli­nik mit einem erfah­re­nen Team aus inter­na­tio­na­len Spe­zia­lis­tin­nen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://vidafertility.com/de/

Claudia
Aut­hor: Clau­dia

Clau­dia hat über 10 Jah­re Kin­der­wunsch-Erfah­rung — sie ist Endo­me­trio­se-Figh­te­rin, IVF-Ken­ne­rin, ICSI-Schwes­ter, Pimp my Eggs Befür­wor­te­rin und Initia­to­rin der Kin­der­wunsch-Bewe­gung #1von7

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