Ein­nis­tungs­blu­tung erken­nen: So unter­schei­dest du sie sicher von der Peri­ode

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Einnsitungsblutung oder Periode

Du hast eine leich­te Blu­tung bemerkt und fragst dich: Bin ich schwan­ger oder kommt mei­ne Peri­ode? Die­se Unsi­cher­heit ken­nen sehr vie­le Frau­en mit Kin­der­wunsch. Denn eine Ein­nis­tungs­blu­tung (auch Nida­ti­ons­blu­tung oder Implan­ta­ti­ons­blu­tung genannt) kann leicht mit der begin­nen­den Mens­trua­ti­on ver­wech­selt wer­den.

In die­sem Arti­kel erfährst du, was genau eine Ein­nis­tungs­blu­tung ist, wie sie aus­sieht, wel­che Far­be sie hat und wie du sie zuver­läs­sig von dei­ner Peri­ode unter­schei­den kannst. Außer­dem zei­ge ich dir, wann ein Schwan­ger­schafts­test sinn­voll ist und wel­che wei­te­ren Anzei­chen auf eine Schwan­ger­schaft hin­deu­ten kön­nen.

Was ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Eine Schwan­ger­schaft beginnt, wenn eine Eizel­le im Eilei­ter befruch­tet wird und sich als Blas­to­zys­te auf den Weg in die Gebär­mut­ter macht. Dort ange­kom­men, hef­tet sich die befruch­te­te Eizel­le an die Gebär­mut­ter­schleim­haut. Bei die­sem Vor­gang kann es zu einer klei­nen Blu­tung kom­men – der soge­nann­ten Ein­nis­tungs­blu­tung.

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung (medi­zi­nisch: Nida­ti­ons­blu­tung oder Implan­ta­ti­ons­blu­tung) ist eine leich­te Schmier­blu­tung, die in der Früh­schwan­ger­schaft auf­tritt. Leich­te Blu­tun­gen in der Früh­schwan­ger­schaft kom­men bei etwa 20 bis 25 % aller Schwan­ger­schaf­ten vor. Ob die­se tat­säch­lich durch die Ein­nis­tung ver­ur­sacht wer­den, ist unter Fach­leu­ten aller­dings umstrit­ten – der Begriff „Ein­nis­tungs­blu­tung” beschreibt eher den zeit­li­chen Zusam­men­hang als einen ein­deu­tig beleg­ten Mecha­nis­mus.

Man­che Frau­en ver­spü­ren bei der Ein­nis­tung zusätz­lich ein leich­tes Zie­hen oder Zwi­cken im Unter­bauch. Die­ses Gefühl wird als Ein­nis­tungs­schmerz bezeich­net. Da es für den Nida­ti­ons­schmerz bis­lang kei­ne ein­deu­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Bele­ge gibt, musst du dir kei­ne Sor­gen machen, wenn du von der Ein­nis­tung nichts spürst. Nicht jede Frau bemerkt die Ein­nis­tung – und das ist völ­lig nor­mal.

War­um kann es zu einer Blu­tung bei der Ein­nis­tung kom­men ?

Die Gebär­mut­ter­schleim­haut ist reich an Blut­ge­fä­ßen. Wenn sich die befruch­te­te Eizel­le (Blas­to­zys­te) an der Gebär­mut­ter­wand fest­setzt, stößt sie dabei in die Gebär­mut­ter­schleim­haut ein. Dabei könn­ten theo­re­tisch klei­ne Blut­ge­fä­ße ver­letzt wer­den, was zu einer leich­ten Blu­tung füh­ren kann. Die­se Erklä­rung ist plau­si­bel, wis­sen­schaft­lich jedoch nicht ein­deu­tig belegt. Es ist eben­so mög­lich, dass hor­mo­nel­le Ver­än­de­run­gen in der Früh­schwan­ger­schaft die Ursa­che für leich­te Blu­tun­gen sind.

Eine gut auf­ge­bau­te Gebär­mut­ter­schleim­haut spielt eine wich­ti­ge Rol­le für die erfolg­rei­che Ein­nis­tung. Wenn du dich fragst, wie du dei­ne Gebär­mut­ter­schleim­haut opti­mal unter­stüt­zen kannst, fin­dest du dazu hilf­rei­che Tipps in unse­rem Arti­kel zum Auf­bau der Gebär­mut­ter­schleim­haut.

Lese­tipp:
War­um wer­de ich nicht schwan­ger
Belieb­te Zyklus­com­pu­ter im Über­blick

Wann fin­det die Blu­tung bei der Ein­nis­tung statt ? Wie lan­ge dau­ert sie?

Die Ein­nis­tung fin­det 6 bis 12 Tage nach der Befruch­tung statt – also unge­fähr zur glei­chen Zeit, in der du dei­ne monat­li­che Peri­ode erwar­ten wür­dest. Genau das macht es so schwie­rig, eine Ein­nis­tungs­blu­tung von der Mens­trua­ti­on zu unter­schei­den.

Grund­sätz­lich gilt: Die Ein­nis­tungs­blu­tung ist leicht und kurz. Wenn du in die­sem Zeit­fens­ter eine leich­te Blu­tung oder Schmier­blu­tung auf dem Toi­let­ten­pa­pier bemerkst, kann das durch­aus ein Zei­chen für eine begin­nen­de Schwan­ger­schaft sein.

Aber auch das Aus­blei­ben einer Ein­nis­tungs­blu­tung ist kein Grund zur Sor­ge. Nicht alle Frau­en bemer­ken eine sol­che Blu­tung – du kannst trotz­dem schwan­ger sein. Die sichers­te Metho­de bleibt ein Schwan­ger­schafts­test zum rich­ti­gen Zeit­punkt.

Wenn du dei­nen Eisprung berech­nen und damit den unge­fäh­ren Zeit­punkt der Ein­nis­tung bestim­men möch­test, kann dir das hel­fen, die Blu­tung bes­ser ein­zu­ord­nen.

Unter­schied Ein­nis­tungs­blu­tung und Peri­ode

Die Unter­schei­dung zwi­schen Ein­nis­tungs­blu­tung und Peri­oden­blu­tung ist oft gar nicht so ein­fach. Es gibt aber eini­ge typi­sche Merk­ma­le, anhand derer du die bei­den Blu­tungs­ar­ten aus­ein­an­der­hal­ten kannst.

Einnistungsblutung Merkmale
Periodenblutung Merkmale

Zeit­punkt

Die Ein­nis­tungs­blu­tung setzt im Nor­mal­fall etwas frü­her ein als die Peri­ode. Je nach Zyklus­län­ge kann dies vari­ie­ren. Bei einem nor­ma­len Zyklus ist die Blu­tung der Implan­ta­ti­on am 6. bis 12. Tag nach dem Eisprung zu sehen. Wenn du dei­nen Zyklus genau beob­ach­test – zum Bei­spiel mit einem Zyklus­com­pu­ter oder durch die Aus­wer­tung dei­nes Zer­vix­sch­leims – fällt dir der Unter­schied im Timing mög­li­cher­wei­se auf.

Men­ge und Kon­sis­tenz

Die Bezeich­nung “Blu­tung” kann irre­füh­rend sein. Bei einer Ein­nis­tungs­blu­tung han­delt es sich in der Regel nicht um eine rich­ti­ge Blu­tung, son­dern nur um eine Schmier­blu­tung oder einen leich­ten Aus­fluss.

Wäh­rend der Mens­trua­ti­on haben vie­le Frau­en Klümp­chen im Blut und es gerinnt etwas. Bei einer Nida­ti­ons­blu­tung tre­ten dage­gen kei­ne Gerinn­sel auf.

Die Stär­ke der Ein­nis­tungs­blu­tung kann von Frau zu Frau unter­schied­lich sein. Man­che Frau­en bemer­ken bei der Implan­ta­ti­on gar kei­ne Blu­tung, wäh­rend ande­re eine leich­te Schmier­blu­tung haben, die zwei oder drei Tage andau­ern kann.

Far­be

Die Nida­ti­ons­blu­tung ist nor­ma­ler­wei­se etwas hel­ler als Mens­trua­ti­ons­blut. Die Peri­ode besitzt ein hel­les bis dunk­les Rot, wäh­rend die Far­be der Ein­nis­tungs­blu­tung in der Regel hell­ro­sa bis braun (rost­far­ben) ist. Brau­nes Blut deu­tet dar­auf hin, dass es bereits etwas älter ist und lang­sa­mer den Kör­per ver­lässt.

Dau­er

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung soll­te nur zwi­schen weni­gen Stun­den und maxi­mal 1 bis 3 Tagen dau­ern. Wenn die Blu­tung län­ger als drei Tage anhält, hel­les oder dun­kel­ro­tes Blut ent­hält und Bin­den oder Tam­pons voll sind, han­delt es sich sehr wahr­schein­lich nicht um eine Ein­nis­tungs­blu­tung, son­dern um dei­ne Peri­ode.

Merk­malEin­nis­tungs­blu­tungPeri­oden­blu­tung
Zeit­punkt6–12 Tage nach dem Eisprung, oft etwas vor der erwar­te­ten Peri­odeZum erwar­te­ten Zeit­punkt der Mens­trua­ti­on
Far­beHell­ro­sa bis braun (rost­far­ben)Hel­les bis dunk­les Rot
Stär­keLeich­te Schmier­blu­tung, kein Fül­len von Binden/TamponsMitt­le­re bis star­ke Blu­tung
Dau­erWeni­ge Stun­den bis maxi­mal 3 Tage3 bis 7 Tage
Kon­sis­tenzKei­ne Gerinn­selHäu­fig mit Gerinn­sel
Begleit­sym­pto­meLeich­tes Zie­hen mög­lichKrämp­fe, Unter­leibs­schmer­zen typisch

 

Ist eine star­ke Ein­nis­tungs­blu­tung ein Grund zur Sor­ge ?

Da die Ein­nis­tung etwa zur glei­chen Zeit statt­fin­den kann, zu der auch die Peri­ode erwar­tet wird, kann die Unter­schei­dung tat­säch­lich schwie­rig sein.

Leich­te Blu­tun­gen in der Früh­schwan­ger­schaft sind rela­tiv häu­fig und bedeu­ten nicht auto­ma­tisch, dass etwas nicht stimmt – in den meis­ten Fäl­len ver­läuft die Schwan­ger­schaft trotz­dem völ­lig nor­mal. Sehr star­ke Blu­tun­gen deu­ten jedoch eher auf die Peri­oden­blu­tung oder eine ande­re Ursa­che hin und soll­ten ärzt­lich abge­klärt wer­den.

Wenn du unsi­cher bist oder die Blu­tung stär­ker aus­fällt als erwar­tet, ist ein Besuch bei dei­nem Frau­en­arzt oder dei­ner Frau­en­ärz­tin immer eine gute Idee. Das gilt beson­ders, wenn du star­ke Schmer­zen hast oder die Blu­tung unge­wöhn­lich lan­ge anhält.

Es könn­te auch eine Gelb­kör­per­schwä­che dahin­ter­ste­cken, die zu Schmier­blu­tun­gen in der zwei­ten Zyklus­hälf­te füh­ren kann.

Wei­te­re Sym­pto­me im Zusam­men­hang mit der Nida­ti­ons­blu­tung

Zusätz­lich zur Ein­nis­tungs­blu­tung tre­ten bei man­chen Frau­en wei­te­re Implan­ta­ti­ons­sym­pto­me und ers­te Schwan­ger­schafts­an­zei­chen auf:

  • Leich­te Krämp­fe im Unter­bauch (Ein­nis­tungs­schmerz)
  • Übel­keit
  • Emp­find­li­che oder span­nen­de Brüs­te
  • Schmer­zen im unte­ren Rücken
  • Stim­mungs­schwan­kun­gen
  • Kopf­schmer­zen
  • Müdig­keit und Erschöp­fung
  • Sod­bren­nen

Die­se Sym­pto­me sind jedoch kei­ne Garan­tie für eine Schwan­ger­schaft. Sie kön­nen auch Anzei­chen eines bevor­ste­hen­den Eisprungs oder von PMS sein. Ein Schwan­ger­schafts­test ist der zuver­läs­sigs­te Weg, um her­aus­zu­fin­den, ob du tat­säch­lich schwan­ger bist.

Wenn du dei­ne Sym­pto­me noch genau­er ein­ord­nen möch­test, kann dir auch das Ora­keln mit Ovu­la­ti­ons­tests eine ers­te Ori­en­tie­rung geben – auch wenn ein Schwan­ger­schafts­test immer die siche­re­re Metho­de ist.


Wann ist ein Schwan­ger­schafts­test nach der Ein­nis­tungs­blu­tung mög­lich?

Die Ein­nis­tung erfolgt unge­fähr 6–12 Tage nach der Befruch­tung. Ein Schwan­ger­schafts­test ist erst etwas spä­ter zuver­läs­sig – unge­fähr 14 Tage nach Befruch­tung der Eizel­le, also zwei Wochen nach dem Eisprung.

Wenn du nicht schwan­ger sein soll­test, könn­te es sinn­voll sein, künf­tig dei­nen Zyklus zu beob­ach­ten, um die frucht­ba­ren Tage und den Zeit­punkt der Ein­nis­tung zu ken­nen. Zyklus­com­pu­ter kön­nen dich dabei unter­stüt­zen, den Eisprung zu erken­nen und zei­gen dir die frucht­ba­ren Tage teil­wei­se sogar in Echt­zeit an.

Ein­nis­tungs­blu­tung und Gelb­kör­per­schwä­che – gibt es einen Zusam­men­hang?

Nicht jede Schmier­blu­tung in der zwei­ten Zyklus­hälf­te ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung. Bei man­chen Frau­en liegt die Ursa­che für Schmier­blu­tun­gen nach dem Eisprung in einer soge­nann­ten Gelb­kör­per­schwä­che (Lute­al­in­suf­fi­zi­enz). Dabei pro­du­ziert der Kör­per nach dem Eisprung nicht genü­gend Pro­ges­te­ron – ein Hor­mon, das ent­schei­dend für den Auf­bau der Gebär­mut­ter­schleim­haut und den Erhalt einer Schwan­ger­schaft ist.

Eine Gelb­kör­per­schwä­che kann dazu füh­ren, dass die Gebär­mut­ter­schleim­haut nicht aus­rei­chend auf­ge­baut wird, was die Ein­nis­tung erschwe­ren oder zu frü­hen Fehl­ge­bur­ten füh­ren kann. Typi­sche Anzei­chen sind Schmier­blu­tun­gen vor der Peri­ode und eine ver­kürz­te zwei­te Zyklus­hälf­te (weni­ger als 10 Tage zwi­schen Eisprung und Peri­ode).

Wenn du regel­mä­ßig Schmier­blu­tun­gen in der zwei­ten Zyklus­hälf­te hast, sprich am bes­ten mit dei­nem Frau­en­arzt dar­über. Ein Blut­test zur Bestim­mung des Pro­ges­te­ron­spie­gels kann Klar­heit schaf­fen.


Bil­der Ein­nis­tungs­blu­tung

An die­ser Stel­le möch­te ich dir eine Samm­lung von Bil­der der Ein­nis­tungs­blu­tung zur Ver­fü­gung stel­len. Die Fotos habe ich nach Gesprä­chen und Ein­ver­ständ­nis von Frau­en aus Kin­der­wunsch Foren. Im Lau­fe der Zeit wer­de ich wei­te­re Fotos ergän­zen. Die Ein­nis­tungs­blu­tung Bil­der zei­gen, dass nicht jede Nida­ti­ons­blu­tung gleich aus­sieht.

Bild Einnsitungsblutung mit sehr leichter Blutung
Bild Ein­nis­tungs­blu­tung mit sehr leich­ter Blu­tung:
Das Foto ist 7 Tage vor NMT (Nicht-Mens-Tag) ent­stan­den. Das ist der Tag, an dem Frau hofft, dass die Mens­trua­ti­on aus­bleibt. Wie hier gut zu erken­nen ist, war die Ein­nis­tungs­blu­tung in die­sem Fall nur mini­mal.
Bild: Ein­nis­tungs­blut

Erfah­run­gen Ein­nis­tungs­blu­tung

Wel­che Erfah­run­gen hast du gemacht? Hast du Bil­der dei­ner Ein­nis­tungs­blu­tung gemacht? Wer hat Ein­nis­tungs­blut mit der Peri­ode ver­wech­selt? Ich wür­de ger­ne hier im Arti­kel Bei­spie­le ande­rer Frau­en zei­gen und freue mich über eine Mail an claudia@wegweiser-kinderwunsch.de . Ger­ne kannst du dei­ne Erfah­run­gen mit der Ein­nis­tungs­blu­tung auch in einem Kom­men­tar hin­ter­las­sen.


Häu­fig gestell­te Fra­gen zur Ein­nis­tungs­blu­tung

Was ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung ist eine leich­te Blu­tung, die im zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Ein­nis­tung einer befruch­te­ten Eizel­le in die Gebär­mut­ter­schleim­haut auf­tre­ten kann. Der genaue Aus­lö­ser die­ser Blu­tung ist wis­sen­schaft­lich noch nicht abschlie­ßend geklärt. Sie wird oft mit einer sehr leich­ten Mens­trua­ti­on oder Schmier­blu­tung ver­wech­selt und gilt als mög­li­ches frü­hes Anzei­chen einer Schwan­ger­schaft.

Wann tritt die Ein­nis­tungs­blu­tung auf?

Sie tritt typi­scher­wei­se etwa 6 bis 12 Tage nach der Befruch­tung auf – also kurz vor oder um den Zeit­punkt her­um, an dem die nächs­te Peri­ode erwar­tet wird. Der genaue Zeit­punkt hängt von der indi­vi­du­el­len Zyklus­län­ge und dem Tag des Eisprungs ab. Wenn du dei­nen Zyklus mit einem Zyklus­com­pu­ter beob­ach­test, fällt dir das Timing leich­ter.

Wie unter­schei­det sich die Ein­nis­tungs­blu­tung von einer nor­ma­len Peri­ode?

Die Ein­nis­tungs­blu­tung ist in der Regel deut­lich leich­ter und kür­zer als eine nor­ma­le Mens­trua­ti­on. Sie dau­ert weni­ge Stun­den bis maxi­mal drei Tage, ist hell­ro­sa bis braun gefärbt und ent­hält kei­ne Gerinn­sel. Die Peri­oden­blu­tung ist dage­gen stär­ker, dau­ert län­ger und ist meist dun­kel­rot. Aller­dings gibt es Frau­en, bei denen die Unter­schei­dung schwie­rig ist – im Zwei­fel bringt ein Schwan­ger­schafts­test Klar­heit.

Wel­che Far­be hat die Ein­nis­tungs­blu­tung?

Die Far­be vari­iert, ist aber typi­scher­wei­se hell­ro­sa bis braun (rost­far­ben). Brau­nes Blut deu­tet dar­auf hin, dass es bereits etwas älter ist und den Kör­per lang­sa­mer ver­lässt. Hel­les bis dunk­les Rot spricht eher für eine Peri­oden­blu­tung. Da die­se Merk­ma­le nicht immer ein­deu­tig sind, soll­te die Far­be allein nicht als siche­res Unter­schei­dungs­kri­te­ri­um gel­ten.

Ist die Ein­nis­tungs­blu­tung ein siche­res Zei­chen einer Schwan­ger­schaft?

Nein. Nicht jede Frau hat eine Ein­nis­tungs­blu­tung, und nicht jede leich­te Blu­tung vor der Peri­ode deu­tet auf eine Schwan­ger­schaft hin. Leich­te Schmier­blu­tun­gen kön­nen auch ande­re Ursa­chen haben, zum Bei­spiel hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen, eine Gelb­kör­per­schwä­che oder Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten. Ein Schwan­ger­schafts­test oder ein Arzt­be­such kann Klar­heit schaf­fen.

Soll­te ich mir Sor­gen machen, wenn ich eine Ein­nis­tungs­blu­tung habe?

Leich­te Blu­tun­gen in der Früh­schwan­ger­schaft sind rela­tiv häu­fig – sie tre­ten bei etwa 20 bis 25 % aller Schwan­ger­schaf­ten auf und füh­ren in den meis­ten Fäl­len nicht zu Kom­pli­ka­tio­nen. Die Schwan­ger­schaft ver­läuft trotz­dem oft völ­lig nor­mal. Wenn du jedoch star­ke Schmer­zen hast, die Blu­tung unge­wöhn­lich stark ist oder du dir unsi­cher bist, soll­test du immer dei­nen Frau­en­arzt oder dei­ne Frau­en­ärz­tin auf­su­chen.

Wie kann ich eine Ein­nis­tungs­blu­tung von einer ande­ren Schmier­blu­tung unter­schei­den?

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung tritt spe­zi­fisch im Zeit­fens­ter von 6 bis 12 Tagen nach dem Eisprung auf und ist oft von wei­te­ren frü­hen Schwan­ger­schafts­an­zei­chen beglei­tet, wie Brust­span­nen, Übel­keit oder Müdig­keit. Ande­re Schmier­blu­tun­gen kön­nen zu ver­schie­de­nen Zeit­punk­ten im Zyklus auf­tre­ten und ande­re Ursa­chen haben. Eine siche­re Unter­schei­dung allein anhand der Blu­tung ist oft nicht mög­lich – hier hilft die Beob­ach­tung des Gesamt­bil­des und im Zwei­fel ein Schwan­ger­schafts­test.

Kann ich trotz feh­len­der Ein­nis­tungs­blu­tung schwan­ger sein?

Ja, abso­lut. Leich­te Blu­tun­gen in der Früh­schwan­ger­schaft wer­den bei etwa 20 bis 25 % der Schwan­ger­schaf­ten beob­ach­tet – ob sie tat­säch­lich durch die Ein­nis­tung aus­ge­löst wer­den, ist jedoch nicht sicher belegt. Die Mehr­heit der Frau­en bemerkt kei­ne Blu­tung bei der Ein­nis­tung und ist trotz­dem schwan­ger. Das Aus­blei­ben einer Ein­nis­tungs­blu­tung sagt nichts über den Ver­lauf dei­ner Schwan­ger­schaft aus.

Wie lan­ge dau­ert eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung dau­ert nor­ma­ler­wei­se zwi­schen weni­gen Stun­den und maxi­mal drei Tagen. Sie ist typi­scher­wei­se so leicht, dass kei­ne Bin­den oder Tam­pons nötig sind. Wenn die Blu­tung län­ger als drei Tage andau­ert, an Stär­ke zunimmt oder sich in Far­be und Kon­sis­tenz wie eine nor­ma­le Peri­ode anfühlt, han­delt es sich wahr­schein­lich um dei­ne Mens­trua­ti­on.

Wann soll­te ich nach einer Ein­nis­tungs­blu­tung einen Schwan­ger­schafts­test machen?

Am zuver­läs­sigs­ten ist ein Schwan­ger­schafts­test ab dem Tag, an dem dei­ne Peri­ode aus­blei­ben soll­te – also etwa 14 Tage nach dem Eisprung. Früh­schwan­ger­schafts­tests mit hoher Emp­find­lich­keit (10 mIU/ml) kön­nen unter Umstän­den schon ab 10 Tagen nach dem Eisprung reagie­ren. Ver­wen­de am bes­ten den ers­ten Mor­gen­urin für das zuver­läs­sigs­te Ergeb­nis. In unse­rer HCG-Tabel­le fin­dest du eine Über­sicht, wie sich die Wer­te in der Früh­schwan­ger­schaft ent­wi­ckeln. Eine SST-Test­rei­he kann dir zusätz­lich hel­fen, den hCG-Anstieg über meh­re­re Tage zu ver­fol­gen.


Quel­len und wei­ter­füh­ren­de Lite­ra­tur

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