Kin­der­wunsch Yoga: Wie Yoga dei­ne Frucht­bar­keit unter­stüt­zen kann

Frau mit Kinderwusnch macht Yoga

Kin­der­wunsch Yoga ist eine spe­zi­el­le Form des Yoga, die durch geziel­te Übun­gen, Atem­tech­ni­ken und Medi­ta­tio­nen das Ner­ven­sys­tem beru­higt, den Hor­mon­haus­halt regu­liert und so die Frucht­bar­keit auf natür­li­che Wei­se unter­stüt­zen kann. Stu­di­en zei­gen, dass Frau­en, die regel­mä­ßig Yoga prak­ti­zie­ren, nied­ri­ge­re Stress­wer­te und bes­se­re Vor­aus­set­zun­gen für eine Emp­fäng­nis haben. In die­sem Arti­kel erfährst du, wie Kin­der­wunsch Yoga wirkt, für wen es geeig­net ist und wel­cher Online-Kurs dich auf dei­nem Weg beglei­ten kann.

Was ist Kin­der­wunsch Yoga und wie unter­schei­det es sich von nor­ma­lem Yoga?

Kin­der­wunsch Yoga (auch Fer­ti­li­ty Yoga oder Frucht­bar­keits­yo­ga genannt) ist eine sanf­te, auf die Bedürf­nis­se von Frau­en mit Kin­der­wunsch abge­stimm­te Yoga-Pra­xis. Im Gegen­satz zu her­kömm­li­chem Yoga geht es beim Kin­der­wunsch Yoga nicht um sport­li­che Leis­tung oder anspruchs­vol­le Posen, son­dern um die geziel­te Unter­stüt­zung dei­ner Frucht­bar­keit.

Kin­der­wunsch Yoga kom­bi­niert drei zen­tra­le Ele­men­te: sanf­te Yoga-Flows, die die Durch­blu­tung im Becken­be­reich för­dern, Atem­übun­gen (Pra­na­ya­ma), die das para­sym­pa­thi­sche Ner­ven­sys­tem akti­vie­ren, und Medi­ta­tio­nen, die Ängs­te und Grü­beln redu­zie­ren. Die­se Kom­bi­na­ti­on unter­schei­det es deut­lich von einem klas­si­schen Yoga-Kurs im Fit­ness­stu­dio.

Wie kann Kin­der­wunsch Yoga die Frucht­bar­keit unter­stüt­zen?

Kin­der­wunsch Yoga wirkt auf drei Ebe­nen gleich­zei­tig:

Stress­re­duk­ti­on: Dau­er­haf­ter Stress erhöht den Cor­ti­sol­spie­gel, der die Aus­schüt­tung von Fort­pflan­zungs­hor­mo­nen (GnRH, LH, FSH) hem­men und den Eisprung stö­ren kann. Yoga akti­viert das para­sym­pa­thi­sche Ner­ven­sys­tem und bringt dei­nen Kör­per in den „Rest-and-Digest-Modus” – die Vor­aus­set­zung dafür, dass dein Hor­mon­sys­tem wie­der ins Gleich­ge­wicht fin­det.

Bes­se­re Durch­blu­tung: Sanf­te Vor­beu­gen, Hüft­öff­ner und leich­te Dre­hun­gen för­dern gezielt die Durch­blu­tung im Becken­be­reich. Das kann die Qua­li­tät der Eizel­len und den Auf­bau der Gebär­mut­ter­schleim­haut unter­stüt­zen.

Mei­ne Emp­feh­lung: Der Kin­der­wunsch-Yoga-Kurs von Julia Gles­ti

Wenn du jetzt denkst „Klingt gut, aber wo fan­ge ich an?” – dann kann ich dir den Online-Kurs von Julia Gles­ti (Hey Julia) emp­feh­len. Julia ist zer­ti­fi­zier­te Yoga­leh­re­rin und hat einen Kurs ent­wi­ckelt, der spe­zi­ell auf die Bedürf­nis­se von Frau­en mit Kin­der­wunsch zuge­schnit­ten ist. Der Kurs ver­eint genau die drei Säu­len, die Kin­der­wunsch Yoga so wir­kungs­voll machen: sanf­te Yoga-Flows, Atem­übun­gen und Medi­ta­tio­nen.

Kin­der­wunsch-Yoga Online Kurs

Was ist im Kurs ent­hal­ten?

Der Kurs umfasst ins­ge­samt sechs Modu­le. Vier davon sind Yoga-Modu­le – eines für jede Pha­se des weib­li­chen Zyklus (und pas­send zu den Pha­sen einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung). Für jede Pha­se erhältst du eine Medi­ta­ti­on (ca. 10 Min.), eine Atem­übung (ca. 10 Min.) und einen kur­zen Yoga-Flow (ca. 10–20 Min.). Die Ein­hei­ten sind bewusst kurz gehal­ten, damit sie sich leicht in dei­nen All­tag inte­grie­ren las­sen.

Dazu kommt ein Modul für emo­tio­na­len Sup­port, das dich in den schwie­ri­gen Momen­ten der Kin­der­wunsch­zeit auf­fängt. Und ein Modul mit Mas­ter­klas­sen von Exper­tin­nen aus ver­schie­de­nen Fach­be­rei­chen – dar­un­ter eine Ernäh­rungs­be­ra­te­rin, eine Kin­der­wunsch-Coa­chin und eine TCM-The­ra­peu­tin. So bekommst du nicht nur Yoga, son­dern eine ganz­heit­li­che Beglei­tung auf dei­nem Kin­der­wunsch­weg.

Zusätz­lich zu den On-demand-Vide­os gibt es ab Juni 2026 ins­ge­samt 10 Live-Lek­tio­nen via Zoom, in denen du direkt mit Julia üben und Fra­gen stel­len kannst.

Für wen ist der Kurs geeig­net?

Der Kurs ist für Frau­en, die sich auf ihrem Kin­der­wunsch­weg oft ange­spannt und gestresst füh­len und einen sanf­ten Gegen­pol suchen. Er eig­net sich sowohl für den natür­li­chen Kin­der­wunsch als auch beglei­tend zu einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung. Yoga-Vor­kennt­nis­se sind nicht erfor­der­lich.

Frau macht Kinderwunsch-Yoga

Was sagen bis­he­ri­ge Teil­neh­me­rin­nen?

Die Rück­mel­dun­gen zum Kurs sind durch­weg posi­tiv. Teil­neh­me­rin­nen berich­ten von mehr Ruhe und Ver­trau­en in ihren Kör­per. Auch Dr. Hei­di Göss­ling­hoff bestä­tigt die stress­ab­bau­en­de Wir­kung von Yoga und die Mög­lich­keit, damit den Zyklus zu regu­lie­ren.

Der Kurs beinhal­tet eine 7‑Ta­ge-Geld-zurück-Garan­tie. Wenn du also nach einer Woche merkst, dass es nichts für dich ist, bekommst du dein Geld unkom­pli­ziert zurück.

Wer ist die Kin­der­wunsch Yoga­leh­re­rin Julia Gles­ti?

Julia ist Yoga­leh­re­rin aus der Schweiz mit einem Mas­ter in Psy­cho­lo­gie der Uni­ver­si­tät Zürich. Was sie beson­ders glaub­wür­dig macht: Sie kennt das The­ma uner­füll­ter Kin­der­wunsch aus eige­ner Erfah­rung. Bei ihr wur­de eine Unfrucht­bar­keit dia­gnos­ti­ziert – und den­noch wur­de sie auf natür­li­chem Weg schwan­ger.

Yoga­leh­re­rin Julia Gles­ti

Die­se per­sön­li­che Geschich­te hat sie dazu gebracht, sich auf Kin­der­wunsch Yoga zu spe­zia­li­sie­ren. Heu­te unter­rich­tet sie aus­schließ­lich sanf­tes, femi­ni­nes Yoga mit Fokus auf Ent­span­nung, Stress­re­duk­ti­on und weib­li­che Gesund­heit. Ihre Kur­se sind in der Schweiz von Kran­ken­kas­sen aner­kannt.

Tipp: 
Wenn du neben Kin­der­wunsch Yoga noch wei­te­re ganz­heit­li­che Unter­stüt­zung suchst, lohnt sich auch ein Blick auf die Platt­form Storch­ge­flüs­ter. Dort fin­dest du ein umfang­rei­ches Ange­bot an Online-Kur­sen rund um den Kin­der­wunsch. Mei­ne aus­führ­li­chen Storch­ge­flüs­ter Erfah­run­gen fin­dest du hier.

Was sagt die Wis­sen­schaft zu Kin­der­wunsch Yoga?

Die Stu­di­en­la­ge zu Kin­der­wunsch Yoga wächst ste­tig. Eine sys­te­ma­ti­sche Über­sichts­ar­beit aus dem Jahr 2018, die 87 Stu­di­en aus­wer­te­te und auf Pub­Med ver­öf­fent­licht wur­de, kam zu dem Ergeb­nis, dass Yoga Paa­ren mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch hel­fen kann, indem es die phy­sio­lo­gi­schen und psy­cho­lo­gi­schen Zustän­de bei Män­nern und Frau­en ver­bes­sert und dadurch die Erfolgs­ra­te bei assis­tier­ter Repro­duk­ti­on stei­gern kann.

Beson­ders bemer­kens­wert: Eine in Fer­ti­li­ty and Ste­ri­li­ty ver­öf­fent­lich­te Stu­die zeig­te, dass Frau­en, die an einem Yoga-und-Mind-Body-Pro­gramm teil­nah­men, eine Schwan­ger­schafts­ra­te von 52 % erreich­ten – im Ver­gleich zu nur 20 % in der Kon­troll­grup­pe.

Auch eine ran­do­mi­sier­te kon­trol­lier­te Stu­die, die eben­falls in Fer­ti­li­ty and Ste­ri­li­ty publi­ziert wur­de, unter­such­te den Ein­fluss von Yoga auf Frau­en vor einem Fro­zen-Embryo-Trans­fer nach einem geschei­ter­ten IVF-Zyklus. Die Ergeb­nis­se zeig­ten eine signi­fi­kan­te Reduk­ti­on von Depres­sio­nen und Angst­sym­pto­men nach der Yoga-Inter­ven­ti­on.

Es ist wich­tig zu beto­nen: Kin­der­wunsch Yoga ist kein All­heil­mit­tel und ersetzt kei­ne medi­zi­ni­sche Behand­lung. Es kann jedoch eine wert­vol­le Ergän­zung sein – sowohl beim natür­li­chen Ver­such als auch beglei­tend zu einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung.

Für wen ist Kin­der­wunsch Yoga geeig­net?

Kin­der­wunsch Yoga eig­net sich grund­sätz­lich für alle Frau­en, die sich ein Kind wün­schen – unab­hän­gig davon, wie lan­ge die Kin­der­wunsch­zeit bereits dau­ert oder ob eine medi­zi­ni­sche Behand­lung statt­fin­det.

Beson­ders pro­fi­tie­ren kön­nen Frau­en, die sich auf ihrem Kin­der­wunsch­weg häu­fig gestresst und ange­spannt füh­len, die in einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung (IVF, ICSI) sind und einen ganz­heit­li­chen Aus­gleich suchen, die unter Erkran­kun­gen wie Endo­me­trio­se oder PCOS lei­den, die wie­der­hol­te Fehl­ge­bur­ten erlebt haben, oder die das Gefühl haben, den Kon­takt zu ihrem Kör­per ver­lo­ren zu haben.

Du musst kei­ne Yoga-Erfah­rung mit­brin­gen. Die meis­ten Kin­der­wunsch-Yoga-Kur­se sind so auf­ge­baut, dass auch abso­lu­te Anfän­ge­rin­nen pro­blem­los mit­ma­chen kön­nen.

Wie oft und wie lan­ge soll­test du Kin­der­wunsch Yoga prak­ti­zie­ren?

Um posi­ti­ve Effek­te auf dei­ne Frucht­bar­keit zu erzie­len, emp­feh­len Exper­tin­nen, Kin­der­wunsch Yoga zwei- bis drei­mal pro Woche für jeweils 20 bis 30 Minu­ten zu prak­ti­zie­ren. Die hor­mo­nel­le Wir­kung zeigt sich in der Regel erst nach meh­re­ren Wochen regel­mä­ßi­ger Pra­xis, da eine Eizel­le für ihren Rei­fe­pro­zess etwa drei Mona­te benö­tigt.

Vie­le Frau­en berich­ten, dass sie sich bereits nach den ers­ten Ein­hei­ten ent­spann­ter und aus­ge­gli­che­ner füh­len. Die tief­grei­fen­de­ren Effek­te auf den Hor­mon­haus­halt und die Frucht­bar­keit brau­chen jedoch Geduld. Pla­ne min­des­tens drei bis sechs Mona­te ein, um die vol­le Wir­kung zu spü­ren.

Das Gute: Die Übun­gen müs­sen nicht lang sein. Schon zehn Minu­ten am Mor­gen oder Abend kön­nen einen Unter­schied machen. Wich­ti­ger als die Dau­er ein­zel­ner Ein­hei­ten ist die Regel­mä­ßig­keit dei­ner Pra­xis.

Kin­der­wunsch Yoga in den ver­schie­de­nen Zyklus­pha­sen

Ein gut struk­tu­rier­ter Kin­der­wunsch-Yoga-Kurs berück­sich­tigt die vier Pha­sen des weib­li­chen Zyklus, denn in jeder Pha­se hat dein Kör­per unter­schied­li­che Bedürf­nis­se.

Mens­trua­ti­ons­pha­se (Tag 1–5)

In die­ser Pha­se ist dein Kör­per mit der Erneue­rung beschäf­tigt. Sanf­te, restau­ra­ti­ve Übun­gen und Medi­ta­tio­nen ste­hen im Vor­der­grund. Inten­si­ve Dre­hun­gen und Umkehr­hal­tun­gen wer­den ver­mie­den. Der Fokus liegt auf Ruhe und Los­las­sen.

Fol­li­kel­pha­se (Tag 6–12)

Dein Ener­gie­le­vel steigt. Jetzt sind dyna­mi­sche­re Flows mög­lich, die die Durch­blu­tung im Becken­be­reich för­dern. Hüft­öff­ner und sanf­te Vor­beu­gen unter­stüt­zen die Fol­li­kel­rei­fung.

Ovu­la­ti­ons­pha­se (Tag 13–15)

Rund um den Eisprung ist dein Kör­per am emp­fäng­nis­be­rei­tes­ten. Herz­öff­nen­de Übun­gen und Atem­tech­ni­ken, die Ver­trau­en und Offen­heit för­dern, pas­sen gut in die­se Pha­se. Auf inten­si­ve Bauch­übun­gen soll­test du ver­zich­ten.

Luteal­pha­se (Tag 16–28)

Nach dem Eisprung geht es dar­um, dei­nem Kör­per opti­ma­le Bedin­gun­gen für eine mög­li­che Ein­nis­tung zu bie­ten. Beru­hi­gen­de Atem­übun­gen, Yoga Nidra und restau­ra­ti­ve Posen hel­fen, den Cor­ti­sol­spie­gel nied­rig zu hal­ten. Inten­si­ve Bauch­übun­gen und star­ke Dre­hun­gen sind in die­ser Pha­se tabu.

Kin­der­wunsch Yoga wäh­rend einer IVF- oder ICSI-Behand­lung

Kin­der­wunsch Yoga kann eine wert­vol­le Beglei­tung wäh­rend einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung sein. Die sanf­ten Übun­gen hel­fen dabei, die emo­tio­na­le Belas­tung zu ver­ar­bei­ten, die mit Behand­lun­gen wie IVF oder ICSI ein­her­geht. Stu­di­en zei­gen, dass Yoga die Angst vor Arzt­ter­mi­nen redu­zie­ren und das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den wäh­rend des Behand­lungs­pro­zes­ses ver­bes­sern kann.

Beach­te dabei eini­ge wich­ti­ge Punk­te: Wäh­rend der Sti­mu­la­ti­ons­pha­se soll­test du inten­si­ve Bauch­übun­gen und tie­fe Dre­hun­gen ver­mei­den, um die Eier­stö­cke nicht zu belas­ten. Nach dem Embryo­trans­fer sind restau­ra­ti­ve Posen und Atem­übun­gen ide­al, um Ent­span­nung und eine mög­li­che Ein­nis­tung zu för­dern. In der War­te­pha­se nach dem Trans­fer (Two-Week-Wait) hel­fen Medi­ta­ti­on und sanf­tes Stret­ching, die Angst zu redu­zie­ren.

Sprich in jedem Fall mit dei­nem Behand­lungs­team in der Kin­der­wunsch­kli­nik dar­über, wel­che Übun­gen in dei­ner spe­zi­fi­schen Situa­ti­on geeig­net sind.

Kin­der­wunsch Yoga bei Endo­me­trio­se und PCOS

Frau­en mit Endo­me­trio­se oder PCO-Syn­drom kön­nen beson­ders von Kin­der­wunsch Yoga pro­fi­tie­ren. Bei Endo­me­trio­se kön­nen sanf­te Yoga-Übun­gen dazu bei­tra­gen, Schmer­zen im Unter­bauch zu lin­dern und das Ner­ven­sys­tem zu beru­hi­gen. Die ver­bes­ser­te Durch­blu­tung im Becken­be­reich kann zudem die Beschwer­den redu­zie­ren.

Bei PCOS kann Hor­mon-Yoga hel­fen, die hor­mo­nel­le Dys­ba­lan­ce aus­zu­glei­chen. Da PCOS häu­fig mit erhöh­ten Stress­hor­mo­nen und Insu­lin­re­sis­tenz ein­her­geht, wirkt die stress­re­du­zie­ren­de Kom­po­nen­te des Yoga auf meh­re­ren Ebe­nen gleich­zei­tig.

Wel­che Yoga-Übun­gen eig­nen sich bei Kin­der­wunsch?

Auch wenn ein struk­tu­rier­ter Kurs die bes­te Grund­la­ge bie­tet, möch­te ich dir eini­ge grund­le­gen­de Übungs­ar­ten vor­stel­len, die im Kin­der­wunsch Yoga häu­fig zum Ein­satz kom­men.

Hüft­öff­ner

Hüft­öff­nen­de Übun­gen wie die Schmet­ter­lings­po­si­ti­on (Bad­dha Konasa­na) oder die Tau­be (Eka Pada Raja­ka­po­ta­sa­na) för­dern die Durch­blu­tung im Becken­be­reich und lösen Ver­span­nun­gen im Hüft­be­reich, die durch Sit­zen und Stress ent­ste­hen kön­nen.

Sanf­te Vor­beu­gen

Vor­beu­gen beru­hi­gen das Ner­ven­sys­tem und sti­mu­lie­ren die Bauch­or­ga­ne. Sie hel­fen, in einen ent­spann­ten Zustand zu kom­men und den Geist zur Ruhe zu brin­gen.

Atem­übun­gen (Pra­na­ya­ma)

Tie­fe Bauch­at­mung und Wech­sel­at­mung (Nadi Shodha­na) akti­vie­ren das para­sym­pa­thi­sche Ner­ven­sys­tem und kön­nen inner­halb weni­ger Minu­ten den Cor­ti­sol­spie­gel sen­ken.

Yoga Nidra

Die­se Form der geführ­ten Tie­fen­ent­span­nung ist beson­ders wert­voll in der Luteal­pha­se und wäh­rend der Kin­der­wunsch­be­hand­lung. Du liegst dabei ein­fach und wirst durch eine Medi­ta­ti­on geführt, die tief­grei­fen­de Ent­span­nung ermög­licht.

Was du beim Kin­der­wunsch Yoga beach­ten soll­test

Kin­der­wunsch Yoga ist eine sanf­te Pra­xis, aber es gibt eini­ge Punk­te, die du berück­sich­ti­gen soll­test. Ver­mei­de inten­si­ve Bauch­übun­gen, beson­ders in der zwei­ten Zyklus­hälf­te. Star­ke Dre­hun­gen und Umkehr­hal­tun­gen sind wäh­rend der Mens­trua­ti­on und nach dem Eisprung nicht emp­feh­lens­wert. Höre auf dei­nen Kör­per: Wenn sich eine Übung unan­ge­nehm anfühlt, las­se sie aus oder pas­se sie an. Kin­der­wunsch Yoga ist kein Ersatz für eine medi­zi­ni­sche Behand­lung, son­dern eine Ergän­zung. Wenn du in einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung bist, sprich dei­ne Yoga-Pra­xis mit dei­nem Behand­lungs­team ab.

Gib dir und dei­nem Kör­per Zeit. Wie bei den meis­ten ganz­heit­li­chen Ansät­zen zeigt sich die Wir­kung von Kin­der­wunsch Yoga nicht über Nacht, son­dern ent­wi­ckelt sich über Wochen und Mona­te. Sei gedul­dig mit dir und genie­ße die Pra­xis als Zeit nur für dich.

Mein Lese­tipp: Rich­tig WiS­SEN Kin­der­wunsch Kurs Erfah­run­gen

Häu­fi­ge Fra­gen und Ant­wor­ten zu Kin­der­wunsch Yoga

Was ist Kin­der­wunsch Yoga?

Kin­der­wunsch Yoga ist eine spe­zi­ell auf die Bedürf­nis­se von Frau­en mit Kin­der­wunsch abge­stimm­te Yoga-Pra­xis. Sie kom­bi­niert sanf­te Yoga-Flows, Atem­übun­gen und Medi­ta­tio­nen, um Stress zu redu­zie­ren, die Durch­blu­tung im Becken­be­reich zu för­dern und den Hor­mon­haus­halt zu unter­stüt­zen.

Kann Kin­der­wunsch Yoga wirk­lich beim Schwan­ger­wer­den hel­fen?

Stu­di­en zei­gen, dass Yoga die Frucht­bar­keit posi­tiv beein­flus­sen kann, indem es Stress redu­ziert und den Hor­mon­haus­halt regu­liert. Eine Stu­die ergab, dass Frau­en, die an einem Mind-Body-Yoga-Pro­gramm teil­nah­men, eine Schwan­ger­schafts­ra­te von 52 % erreich­ten (vs. 20 % in der Kon­troll­grup­pe). Kin­der­wunsch Yoga ist jedoch kein Ersatz für eine medi­zi­ni­sche Behand­lung.

Wie oft soll­te ich Kin­der­wunsch Yoga machen? 

Zwei- bis drei­mal pro Woche für jeweils 20 bis 30 Minu­ten wird emp­foh­len. Regel­mä­ßig­keit ist wich­ti­ger als die Dau­er ein­zel­ner Ein­hei­ten. Pla­ne min­des­tens drei bis sechs Mona­te ein, um die vol­le Wir­kung zu spü­ren.

Brau­che ich Yoga-Erfah­rung für einen Kin­der­wunsch-Yoga-Kurs? 

Nein. Die meis­ten Kin­der­wunsch-Yoga-Kur­se, wie der Online-Kurs von Julia Gles­ti, sind so auf­ge­baut, dass auch abso­lu­te Anfän­ge­rin­nen pro­blem­los mit­ma­chen kön­nen. Die Übun­gen sind sanft und wer­den Schritt für Schritt ange­lei­tet.

Darf ich wäh­rend einer IVF-Behand­lung Kin­der­wunsch Yoga machen? 

Ja, Kin­der­wunsch Yoga kann eine wert­vol­le Ergän­zung zu einer IVF- oder ICSI-Behand­lung sein. Ach­te jedoch dar­auf, wäh­rend der Sti­mu­la­ti­ons­pha­se und nach dem Embryo­trans­fer auf inten­si­ve Bauch­übun­gen und tie­fe Dre­hun­gen zu ver­zich­ten. Sprich dei­ne Yoga-Pra­xis mit dei­nem Behand­lungs­team ab.

Ist Kin­der­wunsch Yoga auch bei Endo­me­trio­se oder PCOS geeig­net? 

Ja, Frau­en mit Endo­me­trio­se oder PCOS kön­nen beson­ders von Kin­der­wunsch Yoga pro­fi­tie­ren. Die sanf­ten Übun­gen kön­nen Schmer­zen lin­dern, das Ner­ven­sys­tem beru­hi­gen und die hor­mo­nel­le Dys­ba­lan­ce aus­glei­chen.

Was ist der Unter­schied zwi­schen Kin­der­wunsch Yoga und Hor­mon-Yoga?

Hor­mon-Yoga ist eine spe­zi­el­le Vari­an­te des Kin­der­wunsch Yoga, die Ele­men­te aus Hatha-Yoga, Kun­da­li­ni-Yoga und tibe­ti­schen Heil­me­tho­den kom­bi­niert. Der Fokus liegt auf der geziel­ten Akti­vie­rung hor­mon­pro­du­zie­ren­der Drü­sen. Kin­der­wunsch Yoga ist ein brei­te­rer Begriff, der ver­schie­de­ne Yoga-Sti­le umfasst.

Wann im Zyklus soll­te ich wel­che Übun­gen machen? 

In der Mens­trua­ti­ons­pha­se eig­nen sich restau­ra­ti­ve Übun­gen, in der Fol­li­kel­pha­se dyna­mi­sche­re Flows, rund um den Eisprung herz­öff­nen­de Posen und in der Luteal­pha­se beru­hi­gen­de Atem- und Medi­ta­ti­ons­übun­gen. Ein guter Kin­der­wunsch-Yoga-Kurs berück­sich­tigt die­se Pha­sen auto­ma­tisch.

Wie schnell zeigt Kin­der­wunsch Yoga Wir­kung?

Vie­le Frau­en füh­len sich bereits nach den ers­ten Ein­hei­ten ent­spann­ter. Für mess­ba­re hor­mo­nel­le Effek­te soll­test du jedoch drei bis sechs Mona­te regel­mä­ßi­ger Pra­xis ein­pla­nen, da der Rei­fe­pro­zess einer Eizel­le etwa drei Mona­te dau­ert.

Kann ich Kin­der­wunsch Yoga auch online machen? 

Ja, Online-Kur­se bie­ten eine fle­xi­ble Mög­lich­keit, Kin­der­wunsch Yoga in dei­nen All­tag zu inte­grie­ren. Der Kurs von Julia Gles­ti (Hey Julia) beinhal­tet sowohl On-demand-Vide­os als auch Live-Lek­tio­nen via Zoom und eig­net sich beson­ders gut für den Ein­stieg.

 

Quel­len­an­ga­ben

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