Weih­nach­ten mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch — du bist nicht allein

Frohe Weihnachten

1 von 7 Paa­ren fei­ert Weih­nach­ten mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch. Die besinn­li­che Zeit ist für die­se Paa­re beson­ders emo­tio­nal. Was es bedeu­tet unge­wollt kin­der­los Weih­nach­ten zu fei­ern, kön­nen Freun­de und Fami­lie oft nur schwer nach­voll­zie­hen.

Du bist nicht allein mit die­sen Gefüh­len. Vie­le Frau­en und Paa­re mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch emp­fin­den die Weih­nachts­zeit als emo­tio­nal her­aus­for­dernd. In die­sem Arti­kel erfährst du, wie du Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch acht­sam gestal­ten kannst und wel­che Stra­te­gien dir hel­fen, gut durch die Fei­er­ta­ge zu kom­men.

War­um ist Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch so schwer?

Weih­nach­ten wird in unse­rer Gesell­schaft als das Fest der Fami­lie zele­briert. Über­all begeg­nen dir Bil­der von glück­li­chen Fami­li­en mit Kin­dern. In der Wer­bung, auf Social Media, in Fil­men – und natür­lich auch im ech­ten Leben bei Fami­li­en­tref­fen. Gera­de wenn du dir sehn­lichst ein Kind wünschst, kön­nen die­se stän­di­gen Erin­ne­run­gen an das, was fehlt, emo­tio­nal sehr belas­tend sein.

Die Fei­er­ta­ge brin­gen oft ver­schie­de­ne Her­aus­for­de­run­gen mit sich:

Fami­li­en­tref­fen: Hier kom­men meist meh­re­re Gene­ra­tio­nen zusam­men, oft inklu­si­ve vie­ler Kin­der. Der direk­te Kon­takt mit Nich­ten, Nef­fen oder den Kin­dern von Freun­den kann schmerz­haft sein, auch wenn du sie liebst.

Gut gemein­te Fra­gen: “Wann ist es denn bei euch soweit?” oder “Ihr seid doch jetzt schon so lan­ge zusam­men” – sol­che Fra­gen tref­fen beson­ders in der Weih­nachts­zeit, wenn man sie zum x‑ten Mal hört.

Kin­der­zen­trier­te Tra­di­tio­nen: Plätz­chen backen, Wunsch­zet­tel schrei­ben, die Besche­rung – vie­le Weih­nachts­tra­di­tio­nen dre­hen sich um Kin­der. Das kann das Gefühl ver­stär­ken, dass etwas Wich­ti­ges fehlt.

Jah­res­en­de-Refle­xi­on: Zum Jah­res­en­de zie­hen vie­le Men­schen Bilanz. Wenn das Jahr wie­der ohne Schwan­ger­schaft zu Ende geht, kann das beson­ders frus­trie­rend sein.

Weih­nach­ten eine emo­tio­na­le Zeit mit Kin­der­wunsch – Erfah­run­gen von Betrof­fe­nen

Wie schwer die Gefüh­le für Paa­re mit Kin­der­wunsch sind und was in die­sen Tagen in vie­len Frau­en vor geht, zei­gen die­se Zita­te:

  • Weih­nach­ten ist für mich seit Jah­ren die schwie­rigs­te Zeit im Jahr.
  • Für mich ist die Weih­nachts­zeit immer schwer zu ertra­gen, denn in die­ser Zeit spü­re ich die Sehn­sucht nach einer eige­nen Fami­lie am meis­ten. Ich füh­le mich so leer ohne die leuch­ten­de Kin­der­au­gen.
  • Das ist jetzt bereits das 3. Weih­nach­ten vor dem ich mir jedes­mal dach­te: “Da bin ich bestimmt schwan­ger oder brin­ge unser klei­nes Würm­chen mit zu den Ver­wand­ten”. Es Schmerz unglaub­lich.
  • Ich haben Weih­nach­ten immer geliebt — eine Zeit voll Wär­me, Fami­lie und Spass am Schen­ken… seit letz­tem Jahr bin ich nur noch trau­rig. Egal was wir in die­ser Zeit machen, es erin­nert mich dar­an, dass wir nie die stol­zen Eltern sein wer­den, des­sen Kind ein Lied vorm Weih­nachts­mann singt, ich nie eine Mama sein wer­de, die mit klei­nen Kin­der­hän­den die Küche zur Back­stu­be macht.
  • Das ers­te Weih­nach­ten (mit Kin­der­wunsch) an dem ich sehr, sehr nie­der­ge­schla­gen und trau­rig bin. Die gan­zen ande­ren Jah­re war ich noch locker und opti­mis­tisch, dass es bis nächs­tes Jahr Weih­nach­ten bestimmt geklappt hat.… Die Lich­ter, fest­li­che Lie­der, Kek­se backen und Kin­der­la­chen, Vor­freu­de auf Weih­nach­ten… all das immer noch ohne Kind erle­ben zu müs­sen ist echt hart.
  • Bei mir ist es an Weih­nach­ten beson­ders schlimm. Seit 5 Jah­ren hof­fe ich, Weih­nach­ten dar­auf schwan­ger “unterm” Baum zu sit­zen
  • Ich schen­ke ande­ren Kin­dern die­ses Weih­nach­ten im Schuhkarton…Da weiß ich, dass ich wenigs­tens ande­re Kin­der­au­gen zum strah­len bringe.…sowas hilft mir

Die­se Wor­te zei­gen: Du bist nicht allein mit dei­nen Gefüh­len. Vie­le Frau­en und Paa­re erle­ben Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch genau­so.

Dei­ne Gefüh­le sind in Ord­nung – erlau­be dir, trau­rig zu sein

Es ist völ­lig in Ord­nung, wenn du Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch nicht nur als besinn­lich, son­dern auch als belas­tend emp­fin­dest. Dei­ne Trau­er, dei­ne Ent­täu­schung, viel­leicht auch dein Neid auf ande­re Fami­li­en – all die­se Gefüh­le sind berech­tigt und mensch­lich.

Du musst nicht so tun, als wäre alles in Ord­nung. Du musst nicht per­ma­nent lächeln und fröh­lich sein, nur weil es Weih­nach­ten ist. Erlau­be dir, dei­ne Emo­tio­nen zu spü­ren und anzu­er­ken­nen. Das ist kein Zei­chen von Schwä­che, son­dern von Selbst­wahr­neh­mung und Ehr­lich­keit dir selbst gegen­über.

Gleich­zei­tig gibt es Stra­te­gien, die dir hel­fen kön­nen, die Weih­nachts­zeit mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch etwas leich­ter zu gestal­ten. Schau­en wir uns die­se genau­er an.

Zehn hilf­rei­che Tipps für Weih­nach­ten mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch

Selbst­für­sor­ge: Nimm dir bewusst Zeit für Din­ge, die dir gut­tun

Gera­de in emo­tio­nal her­aus­for­dern­den Zei­ten ist es wich­tig, gut für dich zu sor­gen. Das kann ganz unter­schied­lich aus­se­hen: ein ent­span­nen­des Bad, ein gutes Buch, Yoga, Medi­ta­ti­on, eine Mas­sa­ge oder aus­rei­chend Schlaf.

Fra­ge dich: Was tut mir gera­de gut? Was brau­che ich? Und dann erlau­be dir, das auch zu tun oder ein­zu­for­dern. Selbst­für­sor­ge ist kei­ne Selbst­sucht, son­dern eine Not­wen­dig­keit, um die­se Zeit zu über­ste­hen.

Gren­zen set­zen: Es ist wich­tig, dass du dich nicht über­for­dert fühlst

Du darfst Nein sagen. Zu Ein­la­dun­gen, zu Tra­di­tio­nen, zu Fra­gen. Über­le­ge dir schon im Vor­feld, was du dir zumu­ten möch­test und was nicht. Möch­test du am gro­ßen Fami­li­en­tref­fen teil­neh­men, oder wäre es die­ses Jahr bes­ser, Weih­nach­ten anders zu ver­brin­gen?

Sage Nein zu Ver­an­stal­tun­gen, die emo­tio­nal belas­tend sein könn­ten. Kom­mu­ni­zie­re dei­ne Gren­zen klar und recht­zei­tig. Du musst kei­ne detail­lier­ten Erklä­run­gen lie­fern. Ein ein­fa­ches “Wir ver­brin­gen Weih­nach­ten die­ses Jahr zu zweit” ist völ­lig aus­rei­chend.

Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on: Tei­le dei­ne Gedan­ken und Gefüh­le

Sprich mit dei­nem Part­ner, einer ver­trau­ten Freun­din oder jeman­dem aus einer Selbst­hil­fe­grup­pe über dei­ne Gefüh­le. Tei­le dei­ne Gedan­ken und Gefüh­le mit Per­so­nen, denen du ver­traust. Dies kann eine gro­ße emo­tio­na­le Erleich­te­rung sein.

Wenn du auf Fami­li­en­fei­ern gehst, ver­ab­re­de dich vor­her mit dei­nem Part­ner auf ein Zei­chen, das bedeu­tet: “Ich brau­che jetzt eine Pau­se” oder “Lass uns gehen”. So habt ihr einen stil­len Not­fall­plan und fühlt euch als Team.

Neue Tra­di­tio­nen schaf­fen: Fin­de Wege, die Fei­er­ta­ge neu zu gestal­ten

Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch kann auch eine Gele­gen­heit sein, neue Tra­di­tio­nen zu schaf­fen, die zu dei­ner aktu­el­len Lebens­si­tua­ti­on pas­sen. Fin­de Wege, die Fei­er­ta­ge neu zu gestal­ten, zum Bei­spiel durch Rei­sen oder beson­de­re Akti­vi­tä­ten, die nichts mit Kin­dern zu tun haben.

Viel­leicht plant ihr einen Kurz­ur­laub über die Fei­er­ta­ge an einen Ort, der euch gut­tut. Oder ihr kre­iert eure ganz eige­nen Weih­nachts­tra­di­tio­nen als Paar. Das kön­nen klei­ne Din­ge sein: Ein beson­de­res Weih­nachts­es­sen zu zweit, ein Film­ma­ra­thon mit euren Lieb­lings­fil­men, ein gemein­sa­mes krea­ti­ves Pro­jekt oder ein Well­ness-Tag.

Ver­mei­de Druck­punk­te: Erken­ne Situa­tio­nen, die beson­ders schwie­rig für dich sind

Es ist okay, man­che Din­ge aus­fal­len zu las­sen. Die Weih­nachts­fei­er im Kin­der­gar­ten dei­ner Nich­te, das Krip­pen­spiel in der Gemein­de, der Besuch auf dem Weih­nachts­markt mit Kin­der­ka­rus­sell – nicht jede Situa­ti­on musst du dir zumu­ten.

Erken­ne Situa­tio­nen, die beson­ders schwie­rig für dich sind, und fin­de Wege, sie zu ver­mei­den oder zu mil­dern. Höre auf dein Bauch­ge­fühl. Wenn du merkst, dass dich etwas zu sehr belas­ten wür­de, dann ver­zich­te dar­auf. Das ist kei­ne Feig­heit, son­dern Selbst­schutz.

Pla­nung: Orga­ni­sie­re Akti­vi­tä­ten, die dich erfül­len und ablen­ken

Pla­ne bewusst Aus­zei­ten für dich ein. Selbst wenn du dich ent­schei­dest, an Fami­li­en­tref­fen teil­zu­neh­men – pla­ne Pau­sen ein. Das kann ein Spa­zier­gang an der fri­schen Luft sein, ein kur­zer Rück­zug ins Schlaf­zim­mer oder eine Fahrt nach Hau­se, wenn es zu viel wird.

Orga­ni­sie­re Akti­vi­tä­ten, die dich erfül­len und ablen­ken, wie krea­ti­ves Schrei­ben, Wan­dern oder Kochen. Die­se Aus­zei­ten sind kei­ne Flucht, son­dern wich­ti­ge Momen­te der Selbst­für­sor­ge.

Selbst­ak­zep­tanz: Erlau­be dir, dei­ne Gefüh­le zu füh­len

Erlau­be dir, dei­ne Gefüh­le zu füh­len, ohne dich selbst dafür zu kri­ti­sie­ren. Du darfst trau­rig sein, ent­täuscht, wütend oder nei­disch. All die­se Emo­tio­nen sind mensch­lich und berech­tigt.

Es ist völ­lig in Ord­nung, wenn du nicht per­ma­nent fröh­lich bist, nur weil es Weih­nach­ten ist. Dei­ne Gefüh­le zu unter­drü­cken macht alles nur schwe­rer. Akzep­tie­re, was du fühlst, und sei sanft mit dir selbst.

Gemein­schaft suchen: Tau­sche dich mit ande­ren aus

Suche nach Online-Foren oder loka­len Grup­pen, um dich mit ande­ren aus­zu­tau­schen, die ähn­li­che Erfah­run­gen machen. Es kann unglaub­lich erleich­ternd sein, mit Men­schen zu spre­chen, die wirk­lich ver­ste­hen, was du durch­machst.

Du bist nicht allein. 1 von 7 Paa­ren hat einen uner­füll­ten Kin­der­wunsch. Es gibt vie­le Frau­en, die gera­de jetzt zur Weih­nachts­zeit genau das Glei­che durch­ma­chen wie du.

Klei­ne Freu­den: Kon­zen­trie­re dich auf Din­ge, die dir Freu­de berei­ten

Kon­zen­trie­re dich auf klei­ne Din­ge, die dir Freu­de berei­ten, wie ein Lieb­lings­film oder ein Tref­fen mit Freun­den. Manch­mal sind es die klei­nen Momen­te, die den Unter­schied machen – eine Tas­se hei­ßer Kakao, ein schö­ner Win­ter­spa­zier­gang, ein Abend mit dei­ner Lieb­lings­se­rie.

Du musst nicht die per­fek­te Weih­nachts­stim­mung erzwin­gen. Fin­de her­aus, was dir in die­ser Zeit wirk­lich gut­tut, und erlau­be dir, genau das zu tun.

Natur genie­ßen: Die natür­li­che Umge­bung kann beru­hi­gend wir­ken

Ver­brin­ge Zeit in der Natur, sei es bei einem Spa­zier­gang im Wald oder einem Tag am Meer. Die natür­li­che Umge­bung kann beru­hi­gend wir­ken und hilft, den Geist zu klä­ren.

Gera­de wenn drin­nen alles nach Weih­nach­ten und Fami­lie aus­sieht, kann die Natur ein Ort der Ruhe sein. Fri­sche Luft, Bewe­gung und die Stil­le der Win­ter­land­schaft kön­nen hel­fen, wie­der zu dir selbst zu fin­den.

Auch Social Media ver­mei­den gehört dazu: Insta­gram, Face­book und Co. sind gera­de in der Weih­nachts­zeit voll mit Bil­dern von glück­li­chen Fami­li­en unterm Tan­nen­baum. Wenn dir das zusetzt, dann mach eine Pau­se von Social Media. Eine Digi­tal-Detox-Pha­se über die Fei­er­ta­ge kann sehr befrei­end sein.

Weih­nach­ten mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch in der Fami­lie

Die Fei­er mit der Fami­lie ist ein schö­ner Brauch, aber vie­le der Ver­wand­ten kön­nen nicht erah­nen, was man gera­de durch­macht und wie man sich zur Weih­nachts­zeit fühlt. Wenn klei­ne Nich­ten und Nef­fen dabei sind, ist es das zwar schön. Aber für Paa­re mit uner­füll­tem Kin­der­wunsch ist es zugleich oft­mals eine emo­tio­nal sehr schwie­ri­ge Situa­ti­on.

Viel­leicht hast du dir letz­te Weih­nach­ten schon vor­ge­stellt die­ses Jahr mit Kind unterm Weih­nachts­baum zu sit­zen. Nun hat es wie­der nicht geklappt. Was wird das nächs­te Jahr brin­gen? Du fühlst dich trau­rig und hilf­los. Die Gefüh­le wer­den zur Weih­nachts­zeit beson­ders mäch­tig.

Falls du dich für die Teil­nah­me an Fami­li­en­tref­fen ent­schei­dest, kannst du auch im Vor­feld mit ver­trau­ten Per­so­nen spre­chen und sie bit­ten, bestimm­te The­men zu ver­mei­den. Men­schen, die dich wirk­lich ver­ste­hen und respek­tie­ren, wer­den das akzep­tie­ren.

Umgang mit schwie­ri­gen Fra­gen und Kom­men­ta­ren

Fast jeder, der Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch erlebt, kennt sie: die gut gemein­ten, aber ver­let­zen­den Fra­gen und Kom­men­ta­re. “Wann ist es denn bei euch soweit?”, “Die bio­lo­gi­sche Uhr tickt”, “Ihr müsst euch ein­fach mehr ent­span­nen” oder “Mei­ne Cou­si­ne wur­de erst nach zehn Jah­ren schwan­ger, also Kopf hoch!”

Hier eini­ge Stra­te­gien für den Umgang damit:

Die ehr­li­che Vari­an­te: “Das ist tat­säch­lich gera­de ein schwie­ri­ges The­ma für uns. Lass uns lie­ber über etwas ande­res spre­chen.”

Die humor­vol­le Ablen­kung: “Wir arbei­ten dran! Aber jetzt erzähl doch mal, wie läuft es bei dir mit [The­men­wech­sel]?”

Die kla­re Gren­ze: “Dar­über möch­te ich nicht spre­chen.”

Die Auf­klä­rung: Wenn du die Ener­gie hast und es dir wich­tig ist: “Tat­säch­lich ver­su­chen wir es schon län­ger. Es ist nicht immer so ein­fach, wie man denkt.”

Du ent­schei­dest, wie viel du tei­len möch­test. Es gibt kei­ne rich­ti­ge oder fal­sche Reak­ti­on – nur die, die sich für dich in die­sem Moment stim­mig anfühlt.

Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch nach Fehl­ge­burt

Wenn du die­ses Jahr eine Fehl­ge­burt erlebt hast, kann Weih­nach­ten beson­ders schmerz­haft sein. Viel­leicht hat­test du dir schon aus­ge­malt, wie du die Schwan­ger­schaft an Weih­nach­ten ver­kün­den wür­dest. Oder du hät­test bereits mit einem neu­ge­bo­re­nen Baby fei­ern sol­len.

Die­se Trau­er ist real und ver­dient Raum. Erlau­be dir, um das ver­lo­re­ne Kind zu trau­ern. Man­che Paa­re fin­den es hilf­reich, eine klei­ne Ker­ze für das Ster­nen­kind anzu­zün­den oder einen beson­de­ren Moment der Erin­ne­rung zu schaf­fen.

Sei beson­ders sanft mit dir selbst. Die Kom­bi­na­ti­on aus Trau­er über den Ver­lust und dem all­ge­mei­nen Stress der Weih­nachts­zeit kann über­wäl­ti­gend sein. Nimm dir die Zeit und den Raum, den du brauchst.

Wenn der Part­ner anders trau­ert

Nicht sel­ten erle­ben Paa­re die Weih­nachts­zeit mit Kin­der­wunsch unter­schied­lich. Viel­leicht möch­te dein Part­ner unbe­dingt zur Fami­li­en­fei­er, wäh­rend du am liebs­ten zu Hau­se blei­ben wür­dest. Oder umge­kehrt.

Wich­tig ist, dass ihr offen mit­ein­an­der sprecht und die Gefüh­le des ande­ren respek­tiert. Viel­leicht fin­det ihr einen Kom­pro­miss: Ihr geht zur Fei­er, aber nur für eine begrenz­te Zeit. Oder ihr teilt euch auf und jeder ver­bringt die Fei­er­ta­ge so, wie es ihm oder ihr gut­tut.

Es gibt kein Rich­tig oder Falsch. Der Weg zum Wunsch­kind ist indi­vi­du­ell – und auch der Umgang mit den emo­tio­na­len Her­aus­for­de­run­gen darf es sein.

Hoff­nung bewah­ren – auch an Weih­nach­ten

So schwer Weih­nach­ten mit Kin­der­wunsch auch sein kann – es ist wich­tig, dir bewusst zu machen, dass du nicht auf­ge­ge­ben hast. Du bist auf dei­nem Weg. Viel­leicht wird das nächs­te Weih­nach­ten schon ganz anders aus­se­hen. Viel­leicht bist du dann schwan­ger oder hältst bereits dein Baby im Arm.

Die Sta­tis­tik zeigt: Vie­le Paa­re, die Geduld haben und den rich­ti­gen Weg für sich fin­den, wer­den am Ende Eltern. Ob auf natür­li­chem Weg, durch eine Kin­der­wunsch­be­hand­lung, Adop­ti­on oder Leih­mut­ter­schaft – es gibt vie­le Wege zur Eltern­schaft.

Bewah­re dir die­se Hoff­nung, ohne dich selbst unter Druck zu set­zen. Du darfst gleich­zei­tig trau­rig sein über das, was jetzt ist, und hoff­nungs­voll auf das, was noch kom­men kann.

Ich wün­sche dir schö­ne Weih­nach­ten und viel Kraft für die besinn­li­che Zeit. In der Hoff­nung, dass das kom­men­de Jahr ein ganz beson­de­res Jahr wird.

Du bist nicht allei­ne. Auch das ist Weih­nach­ten!

 

Claudia
Aut­hor: Clau­dia

Clau­dia hat über 10 Jah­re Kin­der­wunsch-Erfah­rung — sie ist Endo­me­trio­se-Figh­te­rin, IVF-Ken­ne­rin, ICSI-Schwes­ter, Pimp my Eggs Befür­wor­te­rin und Initia­to­rin der Kin­der­wunsch-Bewe­gung #1von7

2 Kommentare
  1. Merle sagte:

    Die Weih­nachts­zeit war für mich und mei­nen Mann auch wie­der sehr schwie­rig. Seit drei Jah­ren ver­su­chen wir ein Kind zu bekom­men. Ab und zu muss­te ich mir sogar Trä­nen ver­knei­fen, als ich mei­ne Schwes­ter mit ihrem klei­nen Sohn spie­len sah. Natür­lich freue ich mich rie­sig für sie und lie­be mei­nen Nef­fen. Aber es ist ein­fach schwie­rig. Wir haben über­nächs­te Woche nun unse­ren ers­ten Ter­min in der imi Kin­der­wunsch­kli­nik. Ich bin schon sehr auf­ge­regt. Ich hof­fe so sehr, dass uns end­lich gehol­fen wird und ich nächs­tes Weih­nach­ten schon mein eige­nes klei­nes Wun­der im Bauch tra­gen darf.

    Antworten
  2. Maria sagte:

    Lie­be Clau­dia, wie wahr, was du in dei­nem Bericht schreibst, und nicht nur die Weih­nachts­zeit ist eine emo­tio­na­le Zeit, son­dern die gan­ze Kin­der­wunsch­pha­se ist eine sehr emo­tio­na­le Zeit für die Betrof­fe­nen. Kurz zu mei­ner Per­son: Ich bin Maria Ken­nel, Kin­der­wunsch-Coach und Exper­tin bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch. Es ist mir ein Her­zens­an­lie­gen, Frau­en und Paa­re dabei zu unter­stüt­zen, (end­lich) schwan­ger zu wer­den. Ich sehe mich als eine Anlauf­stel­le, bei der Betrof­fe­ne Ver­ständ­nis, Empa­thie, Rat­schlä­ge und wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen bekom­men. Aus die­sem Grund kann jede Frau/Paar mit mir per­sön­lich ein völ­lig kos­ten­lo­ses, unver­bind­li­ches, 30minütiges Ken­nen­lern­ge­spräch buchen. Schon vie­len hat ein sol­ches Gespräch gehol­fen, was mich immer wie­der tief im Her­zen berührt. Viel­leicht gibt es über Dich eine Mög­lich­keit, die­ses Geschenk/Gespräch vie­len Men­schen zukom­men zu las­sen. Infor­ma­tio­nen fin­dest Du auf mei­ner Web­sei­te http://www.kinderwunscherfüllung.com.
    Ich wür­de mich sehr freu­en, wenn es klap­pen wür­de 🙂
    Herz­lichst
    Kin­der­wunsch-Coach Maria Ken­nel

    Antworten

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