Magnesium bei Kinderwunsch: Warum es so wichtig für deine Fruchtbarkeit ist
Du wünschst dir ein Baby und fragst dich, ob Magnesium bei Kinderwunsch wirklich einen Unterschied machen kann? Die Antwort ist: Ja, und zwar mehr, als die meisten denken. Magnesium ist an über 600 Enzymreaktionen in deinem Körper beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für deinen Hormonhaushalt, deine Eizellreifung und wird auch mit der Spermienqualität deines Partners in Verbindung gebracht. Trotzdem wird dieser Mineralstoff in der Kinderwunschzeit oft unterschätzt.
In diesem Artikel erfährst du, warum Magnesium bei Kinderwunsch so wichtig ist, woran du einen Mangel erkennst, wie viel du täglich brauchst und wie du deine Versorgung ganz einfach verbessern kannst.
Warum ist Magnesium bei Kinderwunsch so wichtig?
Magnesium ist ein echtes Multitalent. Es ist an so vielen Prozessen in deinem Körper beteiligt, dass ein Mangel sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen kann – auch auf deine Fruchtbarkeit. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum du in der Kinderwunschzeit besonders auf deine Magnesiumversorgung achten solltest.
Magnesium unterstützt deinen Hormonhaushalt
Dein Hormonhaushalt ist das Fundament für einen regelmäßigen Zyklus und einen gesunden Eisprung. Magnesium trägt dazu bei, deine Hormone im Gleichgewicht zu halten, indem es die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse unterstützt – also die zentrale Steuerung deines Hormonhaushalts. Wenn diese Achse gut funktioniert, kann dein Körper die Hormone FSH und LH zum richtigen Zeitpunkt ausschütten, die für die Eizellreifung und den Eisprung wichtig sind.
Ein stabiler Hormonhaushalt ist übrigens nicht nur für den Eisprung wichtig, sondern auch für die zweite Zyklushälfte und die Produktion von Progesteron – dem Hormon, das die Einnistung einer befruchteten Eizelle unterstützt.
Magnesium unterstützt die Eizellreifung
Die Qualität deiner Eizellen ist einer der entscheidenden Faktoren beim Schwangerwerden. Magnesium aktiviert wichtige Enzyme für die Mitochondrien – die kleinen Kraftwerke in deinen Zellen. Besonders deine Eizellen brauchen enorm viel Energie für ihren Reifungsprozess. Ohne ausreichend Magnesium können die Mitochondrien nicht optimal arbeiten, was sich nach aktuellem Forschungsstand negativ auf die Eizellqualität auswirken kann. Große Humanstudien dazu stehen zwar noch aus, aber der Zusammenhang wird in der Fertilitätsmedizin zunehmend diskutiert.
Wenn du dich für das Thema Eizellqualität interessierst, findest du in meinem Artikel über Pimp my Eggs einen umfassenden Einnahmeplan mit weiteren Nahrungsergänzungsmitteln, die deine Eizellen unterstützen können.
Magnesium kann die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut unterstützen
Damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann, braucht es eine gut aufgebaute und gut durchblutete Gebärmutterschleimhaut. Magnesium hat eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur – auch auf die Muskulatur der kleinen Blutgefäße. Über diese gefäß- und muskelentspannende Wirkung kann Magnesium die Durchblutung unterstützen, wovon auch die Gebärmutterschleimhaut profitieren kann.
Mehr Tipps zum Thema Gebärmutterschleimhaut findest du in meinem Artikel Gebärmutterschleimhaut aufbauen – 3 Punkte Sofortplan.
Magnesium reduziert Stress
Die Kinderwunschzeit kann emotional sehr belastend sein – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Dauerhafter Stress ist allerdings ein echter Fruchtbarkeitskiller, weil er den Hormonhaushalt durcheinanderbringen kann. Magnesium hat eine beruhigende Wirkung auf dein Nervensystem und kann dir helfen, besser mit Stress umzugehen und nachts erholsamer zu schlafen.
Magnesium ist auch für deinen Partner wichtig
Magnesium bei Kinderwunsch ist nicht nur für dich als Frau wichtig. Studien deuten darauf hin, dass ein guter Magnesiumspiegel beim Mann mit einer besseren Spermienqualität in Verbindung gebracht wird. Magnesium spielt eine Rolle bei der Spermienbildung und wird für die Beweglichkeit der Spermien im weiblichen Fortpflanzungstrakt als wichtig erachtet. Die Studienlage ist hier zwar noch begrenzt, aber die bisherigen Hinweise sind vielversprechend.
Wenn dein Partner seine Spermienqualität verbessern möchte, wirf gerne einen Blick auf den Pimp my Sperm Einnahmeplan.
Wie viel Magnesium brauchst du bei Kinderwunsch?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Frauen ab 19 Jahren eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300 mg. Für Männer liegt der Wert bei 350 mg pro Tag.
In der Kinderwunschzeit ist es besonders wichtig, diesen Grundbedarf zuverlässig zu decken. Idealerweise beginnst du damit bereits einige Wochen vor der geplanten Schwangerschaft – Experten empfehlen, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln am besten schon 3 bis 4 Monate vorher zu starten, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Gut zu wissen: Nach den aktuellen DGE-Referenzwerten (Stand 2021) gilt der Schätzwert von 300 mg pro Tag auch für Schwangere und Stillende. Früher wurden für die Schwangerschaft 310–350 mg und für die Stillzeit bis zu 390 mg empfohlen – diese Werte wurden jedoch zurückgenommen, da der Körper in der Schwangerschaft offenbar die Magnesiumaufnahme steigert und die Ausscheidung reduziert (Adaptionsmechanismen).
Dennoch beschreiben einige Quellen eine erhöhte renale Magnesiumausscheidung von etwa einem Viertel in der Schwangerschaft. Umso wichtiger ist es, den Grundbedarf von 300 mg zuverlässig zu decken – am besten in Absprache mit deiner Ärztin.
Wichtig: Mehr ist nicht automatisch besser. Hochdosierte Magnesium-Präparate können als Nebenwirkung Durchfall verursachen und damit sogar zum Verlust von Magnesium und anderen Mineralstoffen führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, über Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 250 mg Magnesium täglich aufzunehmen – am besten aufgeteilt auf zwei Portionen über den Tag.
Welches Magnesiumpräparat bei Kinderwunsch?
Wenn du deinen Bedarf über die Ernährung allein nicht zuverlässig decken kannst, kann ein Magnesiumpräparat sinnvoll sein. Ich stelle dir hier meine drei Empfehlungen vor, die sich bei vielen Frauen mit Kinderwunsch bewährt haben.
Meine erste Empfehlung: Magnesium-Bisglycinat – magenfreundlich und passend dosiert
In der Kinderwunschzeit nimmst du oft ohnehin schon einige Nahrungsergänzungsmittel ein. Da ist es wichtig, ein Magnesiumpräparat zu wählen, das gut verträglich ist und nicht zu hoch dosiert. Magnesiumbisglycinat ist eine der am besten verträglichen Formen – es liegt sanft im Magen, wird gut aufgenommen und hat zusätzlich eine beruhigende Wirkung, die dir auch beim Schlafen helfen kann.
Das Magnesiumbisglycinat von natural elements* liefert 300 mg elementares Magnesium pro Tagesdosis (3 Kapseln) – das entspricht genau dem DGE-Schätzwert für Frauen. Du kannst die Dosierung flexibel anpassen: Wenn du bereits über die Ernährung gut versorgt bist, reichen auch 1–2 Kapseln als Ergänzung. Das Präparat ist vegan, frei von unnötigen Zusatzstoffen und wird in Deutschland hergestellt. Eine Dose enthält 180 Kapseln.
Praktisch für unterwegs: Magnesium-Diasporal Direktgranulat
Wenn du ohnehin schon viele Kapseln und Tabletten schluckst, kann ein Direktgranulat eine willkommene Abwechslung sein.
Für die Kinderwunschzeit empfehle ich bewusst die 300-mg-Variante statt der 400er, da sie besser zum täglichen Grundbedarf passt und die Verträglichkeit besser ist. Das Direktgranulat enthält gut verstoffwechselbares Magnesiumcitrat, löst sich direkt im Mund – ganz ohne Wasser – und schmeckt angenehm nach Orange. Besonders praktisch für unterwegs. Eine Packung enthält 50 Sticks.
Alles in einem: Kinderwunsch-Kombipräparat mit Magnesium
Wenn du nicht viele einzelne Präparate einnehmen möchtest, kann auch ein spezielles Kinderwunsch-Kombipräparat sinnvoll sein, das Magnesium bereits in moderater Dosierung enthält – zusammen mit anderen wichtigen Nährstoffen.
BabyFORTE Kinderwunsch Vitamine*
BabyFORTE vereint die wichtigsten Nährstoffe für die Kinderwunschzeit in einem Präparat – darunter Folsäure, Vitamin D, Zink, Selen, Eisen und Magnesium. Die Magnesiumdosierung ist dabei bewusst moderat gehalten, da du über die Ernährung bereits einen Teil aufnimmst. Es ist speziell auf die Bedürfnisse von Frauen mit Kinderwunsch abgestimmt und eine praktische Lösung für alle, die es unkompliziert mögen. Lies dazu auch meine BabyFORTE Erfahrungen.
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Tipp: Denke daran, dass das BfR empfiehlt, über Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 250 mg Magnesium pro Tag aufzunehmen. Den Rest deckst du am besten über magnesiumreiche Lebensmittel wie Nüsse, Haferflocken und Vollkornprodukte.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Achte darauf, dass das Präparat keine unnötigen Zusatzstoffe enthält wie Magnesiumstearat, künstliche Farbstoffe oder Zucker. Hochwertige Produkte setzen auf wenige, saubere Inhaltsstoffe. Wenn du unsicher bist, besprich die Wahl des Präparats am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
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Einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Nahrungsergänzungsmittel bei Kinderwunsch findest du in meinem Artikel Kinderwunsch Vitamine: Welche sind wichtig?
Magnesiummangel erkennen: Symptome in der Kinderwunschzeit
Ein Magnesiummangel kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Nicht alle davon sind offensichtlich, und manche werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Hier sind die häufigsten Anzeichen, auf die du achten solltest:
Zu den typischen Symptomen gehören Muskelkrämpfe (vor allem Wadenkrämpfe, besonders nachts), Müdigkeit und Erschöpfung, Schlafstörungen, innere Unruhe und Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen oder Herzstolpern, Lidzucken sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung.
Wenn du mehrere dieser Symptome bei dir bemerkst, ist es sinnvoll, deinen Magnesiumspiegel von deiner Ärztin oder deinem Arzt überprüfen zu lassen. Wichtig zu wissen: Der Magnesiumspiegel im Blut spiegelt nicht immer den tatsächlichen Magnesiumstatus wider, da der Großteil des Magnesiums in den Zellen und Knochen gespeichert wird.
Magnesiummangel und Fruchtbarkeit: So hängt es zusammen
Etwa 29 Prozent der Frauen in Deutschland erreichen die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr nicht. Das ist eine beachtliche Zahl – und für Frauen mit Kinderwunsch besonders relevant. Ein Mangel kann sich auf mehreren Wegen negativ auf deine Fruchtbarkeit auswirken:
Ein niedriger Magnesiumspiegel kann zu Zyklusstörungen führen, da der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Auch die Eizellreifung kann darunter leiden, weil den Eizellen die Energie für den Reifungsprozess fehlen kann. Darüber hinaus wird ein Mangel mit einem erhöhten Risiko für Insulinresistenz in Verbindung gebracht. Gerade Frauen mit PCO-Syndrom (PCOS) sollten auf ihre Magnesiumversorgung achten, da Magnesium die Insulinsensitivität unterstützen und damit die typischen Zyklusstörungen bei PCOS positiv beeinflussen kann.
Mehr über das PCO-Syndrom und wie du trotzdem schwanger werden kannst, erfährst du in meinem Artikel über Schwanger werden mit PCO – dort findest du auch allgemeine Tipps bei erschwerenden Diagnosen.
Wann und wie Magnesium einnehmen?
Für die Einnahme von Magnesium gibt es ein paar einfache Tipps, die dir helfen, das Beste aus der Supplementierung herauszuholen:
Zeitpunkt: Magnesium kann grundsätzlich zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Viele Frauen nehmen es abends ein, weil es eine entspannende Wirkung hat und den Schlaf fördern kann. Außerdem sinkt der Magnesiumspiegel im Laufe des Tages, sodass eine abendliche Einnahme sinnvoll sein kann.
Aufteilung: Wenn du ein höher dosiertes Präparat nimmst, ist es besser, die Tagesdosis auf zwei Einnahmen zu verteilen. Das verbessert die Aufnahme und verringert das Risiko von Magen-Darm-Beschwerden.
Kombination: Vitamin D und Vitamin B6 können die Aufnahme und Verwertung von Magnesium im Körper unterstützen. Achte auch darauf, ausreichend Wasser zu trinken, da Magnesium in gelöster Form besser aufgenommen wird.
Dauer: Starte idealerweise 3 bis 4 Monate vor der geplanten Schwangerschaft mit der Einnahme, um deine Speicher gut aufzufüllen. Eine Magnesiumsupplementation kann über die gesamte Kinderwunschzeit und auch in der Schwangerschaft fortgeführt werden – besprich die genaue Dosierung aber mit deiner Ärztin.inderwunschzeit und auch in der Schwangerschaft fortgeführt werden – besprich die genaue Dosierung aber mit deiner Ärztin.
Wichtige Hinweise zur Einnahme von Magnesium
Magnesium ist für viele Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll – trotzdem ist es nicht für jede Person in jeder Dosierung geeignet.
Nimm Magnesiumpräparate nur nach Rücksprache mit Ärztin oder Arzt, wenn:
- du eine Nierenerkrankung oder eingeschränkte Nierenfunktion hast.
- du Medikamente einnimmst, die den Mineralstoffhaushalt beeinflussen (z. B. Diuretika, bestimmte Blutdruckmedikamente, Protonenpumpenhemmer, Abführmittel).
- du bereits mehrere Nahrungsergänzungsmittel kombinierst, die Magnesium enthalten.
Achte auf diese Warnzeichen und setze das Präparat ab bzw. lass dich ärztlich untersuchen, wenn:
- anhaltender Durchfall, Bauchkrämpfe oder Übelkeit auftreten.
- du unter starkem Müdigkeitsgefühl, Muskelschwäche oder Herzstolpern leidest.
Magnesiumreiche Lebensmittel: So deckst du deinen Bedarf
Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Grundlage für eine gute Magnesiumversorgung. Hier sind die besten Magnesium-Lieferanten für deine Kinderwunschzeit:
Nüsse und Samen sind wahre Magnesium-Bomben. Besonders Kürbiskerne (ca. 535 mg pro 100 g), Sonnenblumenkerne, Mandeln und Cashewkerne sind hervorragende Quellen. Schon eine Handvoll am Tag kann einen großen Beitrag zu deiner Versorgung leisten.
Vollkornprodukte wie Haferflocken, Vollkornbrot und brauner Reis liefern ebenfalls viel Magnesium. Haferflocken zum Beispiel enthalten etwa 130 mg pro 100 g – ein Frühstück mit Haferflocken ist also ein toller Start in den Tag.
Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind nicht nur reich an Magnesium, sondern liefern auch wertvolles pflanzliches Eiweiß und Folsäure – beides ebenfalls wichtig bei Kinderwunsch.
Grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Grünkohl enthält Magnesium als zentralen Bestandteil des Chlorophylls. Dunkelgrünes Gemüse ist also nicht ohne Grund ein echtes Superfood.
Dunkle Schokolade (mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil) enthält etwa 150 mg Magnesium pro 100 g. Ein kleines Stück dunkle Schokolade ist also nicht nur Genuss, sondern auch gut für deine Magnesiumversorgung.
Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt kann ebenfalls zur Deckung des Tagesbedarfs beitragen. Achte beim Kauf auf den Magnesiumgehalt auf dem Etikett.
Magnesium bei Kinderwunsch und PCO-Syndrom
Das PCO-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch. Viele Frauen mit PCOS haben eine Insulinresistenz, die den Hormonhaushalt zusätzlich belastet und zu seltenen oder ausbleibenden Eisprüngen führt.
Magnesium kann hier gleich mehrfach unterstützen: Studien legen nahe, dass es die Insulinsensitivität verbessern kann, was bedeutet, dass dein Körper das Insulin besser verwerten könnte. Das kann sich positiv auf deinen Zyklus auswirken und möglicherweise die Häufigkeit von Eisprüngen erhöhen. Außerdem unterstützt Magnesium die Darmgesundheit, die bei PCOS ebenfalls eine Rolle spielt, und kann helfen, den häufig begleitenden Stress zu reduzieren.
Magnesium bei Kinderwunsch und Endometriose
Magnesium kann bei Endometriose ergänzend unterstützen: Es wirkt muskelentspannend und kann so die schmerzhaften Krämpfe lindern. Zudem hat es entzündungshemmende Eigenschaften, die bei einer entzündungsgetriebenen Erkrankung wie Endometriose relevant sind.
Betroffene Frauen berichten häufig von einer Schmerzlinderung durch Magnesium. Klinische Großstudien stehen allerdings noch aus, und Magnesium ersetzt keine ärztliche Endometriose-Behandlung.
Magnesium in der Schwangerschaft
Wenn es geklappt hat und du schwanger bist – herzlichen Glückwunsch! Dann bleibt Magnesium weiterhin wichtig. Auch wenn die DGE den Schätzwert für Schwangere nicht über die 300 mg für nicht schwangere Frauen anhebt, benötigt dein Baby Magnesium für sein Wachstum und seinen Knochenaufbau. Gleichzeitig wird beschrieben, dass schwangere Frauen hormonell bedingt mehr Magnesium über die Nieren ausscheiden können – auch wenn der Körper mit Anpassungsmechanismen gegenlenkt. Eine zuverlässige Versorgung ist daher besonders sinnvoll.
Magnesium kann in der Schwangerschaft dazu beitragen, Wadenkrämpfe zu lindern, die viele Schwangere kennen. In der klinischen Praxis wird Magnesium (in der Regel als intravenöses Magnesiumsulfat unter ärztlicher Aufsicht) außerdem bei bestimmten Indikationen wie vorzeitiger Wehentätigkeit eingesetzt, um die Gebärmuttermuskulatur zu entspannen.
Bitte besprich die Einnahme von Magnesium in der Schwangerschaft immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, da es in der späten Schwangerschaft Empfehlungen geben kann, die Dosierung anzupassen.
Magnesium und weitere Nährstoffe: Das Zusammenspiel
Magnesium bei Kinderwunsch ist wichtig – aber es ist nur ein Teil des Puzzles. Für deine Fruchtbarkeit spielen auch andere Nährstoffe eine entscheidende Rolle. Hier ein kurzer Überblick, welche Nährstoffe besonders gut mit Magnesium zusammenarbeiten:
Folsäure ist der wohl bekannteste Nährstoff bei Kinderwunsch und sollte schon vor der Schwangerschaft eingenommen werden, um Neuralrohrdefekten beim Baby vorzubeugen.
Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Magnesium und spielt selbst eine wichtige Rolle für die Fruchtbarkeit und den Hormonhaushalt.
Coenzym Q10 ist ein starkes Antioxidans, das die Energieversorgung der Eizellen unterstützt und Teil des Pimp my Eggs Rezepts ist.
Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und können die Fruchtbarkeit bei beiden Partnern unterstützen.
Zink ist wichtig für die Zellteilung und eine gesunde DNA-Synthese. Bei Männern spielt es außerdem eine wichtige Rolle für die Spermienqualität.
Einen kompletten Überblick über das Zusammenspiel dieser Nährstoffe bekommst du über den Pimp my Eggs Einnahmeplan und den Pimp my Sperm Einnahmeplan.
Häufige Fragen und Antworten zu Magnesium bei Kinderwunsch
Kann Magnesium wirklich helfen, schwanger zu werden?
Magnesium allein macht nicht schwanger, aber ein Mangel kann deine Fruchtbarkeit einschränken. Magnesium unterstützt den Hormonhaushalt und die Eizellreifung und kann über seine gefäßentspannende Wirkung auch die Durchblutung fördern. In Kombination mit einer gesunden Lebensweise und anderen wichtigen Nährstoffen kann es deine Chancen auf eine Schwangerschaft positiv beeinflussen.
Wie viel Magnesium sollte ich bei Kinderwunsch täglich einnehmen?
Die DGE empfiehlt für Frauen eine tägliche Zufuhr von 300 mg Magnesium. Über Nahrungsergänzungsmittel solltest du laut BfR nicht mehr als 250–300 mg pro Tag supplementieren, am besten aufgeteilt auf zwei Portionen. Der Rest sollte über die Ernährung aufgenommen werden.
Ab wann sollte ich mit der Einnahme von Magnesium beginnen?
Am besten startest du bereits 3 bis 4 Monate vor der geplanten Schwangerschaft oder Kinderwunschbehandlung mit der Einnahme, damit dein Körper ausreichend Zeit hat, seine Speicher aufzufüllen.
Kann man auch zu viel Magnesium nehmen?
Eine Überdosierung über die Ernährung ist bei gesunden Nieren praktisch nicht möglich, da überschüssiges Magnesium einfach ausgeschieden wird. Bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln kann es aber zu Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Halte dich deshalb an die empfohlene Dosierung.
Welches Magnesiumpräparat ist das beste bei Kinderwunsch?
Magnesiumbisglycinat ist besonders gut verträglich, wird gut aufgenommen und hat eine zusätzlich beruhigende Wirkung – deshalb ist es meine erste Empfehlung für die Kinderwunschzeit. Magnesiumcitrat (z. B. als Direktgranulat) ist eine gute Alternative, wenn du es auch unterwegs nehmen möchtest. Achte bei beiden Varianten auf hochwertige Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe.
Ist Magnesium auch für den Mann bei Kinderwunsch wichtig?
Ja, Magnesium spielt eine Rolle bei der Spermienbildung und der Beweglichkeit der Spermien. Ein guter Magnesiumspiegel wird in Studien mit besseren Spermienwerten in Verbindung gebracht – auch wenn die Studienlage hier noch begrenzt ist. Mehr dazu findest du im Pimp my Sperm Einnahmeplan.
Kann ich Magnesium zusammen mit Folsäure einnehmen?
Ja, Magnesium und Folsäure können problemlos zusammen eingenommen werden. Tatsächlich ergänzen sich viele Kinderwunsch-Nährstoffe wie Magnesium, Folsäure, Vitamin D und Omega 3 sehr gut. Einen Überblick findest du bei den Kinderwunsch Vitaminen.
Hilft Magnesium bei PCO-Syndrom?
Magnesium kann bei PCOS unterstützend wirken, insbesondere weil es laut kleineren Studien die Insulinsensitivität verbessern kann. Viele Frauen mit PCOS haben eine Insulinresistenz, die den Hormonhaushalt belastet. Magnesium kann hier einen positiven Beitrag leisten – ersetzt aber keine ärztliche Behandlung.
Soll ich Magnesium abends oder morgens einnehmen?
Beides ist möglich. Viele Frauen bevorzugen die abendliche Einnahme, weil Magnesium eine entspannende Wirkung hat und den Schlaf fördern kann. Wenn du deine Tagesdosis aufteilst, kannst du eine Portion morgens und eine abends nehmen.
Soll ich Magnesium auch in der Schwangerschaft weiter nehmen?
Magnesium bleibt auch in der Schwangerschaft wichtig – der DGE-Schätzwert liegt weiterhin bei 300 mg pro Tag (wie für nicht schwangere Frauen). Magnesium unterstützt das Wachstum deines Babys, den Knochenaufbau und kann Wadenkrämpfe lindern. Besprich die genaue Dosierung und Dauer der Einnahme am besten mit deiner Ärztin oder Hebamme.
Quellen
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- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Schätzwerte für eine angemessene Magnesiumzufuhr (Stand: 2021). https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/ – Referenzwerte: 300 mg/Tag für Frauen, 350 mg/Tag für Männer. Gleicher Schätzwert für Schwangere und Stillende.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Magnesium. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-magnesium/ – FAQ zu Adaptionsmechanismen in der Schwangerschaft, Verzehrdaten der NVS II (mittlere Zufuhr bei Frauen: 284 mg).
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Höchstmengenvorschläge für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln. 2021. – Empfehlung: maximal 250 mg Magnesium pro Tag aus Nahrungsergänzungsmitteln, aufgeteilt auf mindestens zwei Portionen.
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- Shahmoradi S, Chiti H, Tavakolizadeh M, et al. The Effect of Magnesium Supplementation on Insulin Resistance and Metabolic Profiles in Women with Polycystic Ovary Syndrome: a Randomized Clinical Trial. Biological Trace Element Research. 2024;202(3):941–946. doi:10.1007/s12011-023–03744‑7 – RCT: Magnesiumsupplementation verbesserte Insulinresistenz und Lipidprofil bei PCOS-Patientinnen.
- Afifi L, Saeed L, Pasch LA, et al. Low intakes of dietary fiber and magnesium are associated with insulin resistance and hyperandrogenism in polycystic ovary syndrome: A cohort study. Food Science & Nutrition. 2019;7(4):1426–1437. doi:10.1002/fsn3.977 – Kohortenstudie: Niedrigere Magnesiumaufnahme bei PCOS-Frauen korreliert mit höherer Insulinresistenz und Hyperandrogenämie.
- Hamilton KP, Zelig R, Parker AR, Haggag A. Insulin Resistance and Serum Magnesium Concentrations among Women with Polycystic Ovary Syndrome. Current Developments in Nutrition. 2019;3(11):nzz108. doi:10.1093/cdn/nzz108 – Review: Zusammenhang zwischen Magnesiumstatus und Insulinresistenz bei PCOS.
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- Harris HR, Chavarro JE, Malspeis S, Willett WC, Missmer SA. Dairy-Food, Calcium, Magnesium, and Vitamin D Intake and Endometriosis: A Prospective Cohort Study. American Journal of Epidemiology. 2013;177(5):420–430. doi:10.1093/aje/kws247 – Prospektive Kohortenstudie zum Zusammenhang zwischen Magnesium-/Calciumzufuhr und Endometrioserisiko.



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