IVF-Erfolgsrate verbessern über 40: Wie PID deine Chancen erhöhen kann
Die IVF Erfolgsrate verbessern über 40 – das wünschen sich viele Frauen, die spüren, dass die Zeit drängt. Denn die IVF-Erfolgsrate sinkt ab 40 vor allem deshalb, weil sich die Qualität der Eizellen verändert. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Alter der Anteil genetisch auffälliger Embryonen deutlich an. Für viele Frauen ist das schwer zu akzeptieren – besonders dann, wenn sie sich körperlich gesund fühlen. Doch in der Reproduktionsmedizin zählt nicht nur das biologische Alter des Körpers, sondern vor allem die genetische Qualität der Eizellen.
Für diesen Artikel haben wir mit Dr. Katharina Spies gesprochen, Gynäkologin, Spezialistin für Reproduktionsmedizin und medizinische Direktorin des Vida Fertility Institute in Madrid und Alicante. Sie erklärt aus ihrer täglichen Praxis, warum die PID gerade für Frauen über 40 so wertvoll ist und welche Strategien die Erfolgschancen zusätzlich erhöhen.
Werbung // Der Artikel wurde fachlich und inhaltlich geprüft durch Dr. Katharina Spies vom Vida Fertility Institute in Madrid.
Die Expertin: Dr. Katharina Spies über die IVF Erfolgsrate ab 40

Dr. Katharina Spies ist die medizinische Direktorin von Vida Fertility (Madrid und Alicante / Spanien) und eine ausgewiesene Expertin für Kinderwunschbehandlungen. Die gebürtige Deutsche betreut dort vor allem internationale Patientinnen aus dem deutschsprachigen Raum und kennt die besonderen Herausforderungen.
Im folgenden Artikel teilt Dr. Spies ihr Fachwissen zur IVF Erfolgsrate über 40 und erklärt, wie die Präimplantationsdiagnostik (PID) die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern kann.
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Warum sinkt die IVF-Erfolgsrate ab 40 – und was hat das mit der Eizellqualität zu tun?
Die IVF-Erfolgsrate sinkt ab 40 vor allem deshalb, weil sich die Qualität der Eizellen verändert. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Alter der Anteil genetisch auffälliger Embryonen deutlich an.
Für viele Frauen ist das schwer zu akzeptieren – besonders dann, wenn sie sich körperlich gesund fühlen. Doch in der Reproduktionsmedizin zählt nicht nur das biologische Alter des Körpers, sondern vor allem die genetische Qualität der Eizellen.
Laut dem Deutschen IVF-Register sinken Schwangerschafts- und Geburtenraten ab 40 deutlich, während Fehlgeburten häufiger werden.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Wir werden mit einer bestimmten Anzahl an Eizellen geboren und mit der Geburt nimmt diese Eizellreserve ab. Ab 35 Jahren ungefähr beginnt die Eizellreserve dann schneller zu sinken.“
Noch entscheidender als die Anzahl der Eizellen ist jedoch ihre Qualität. „Mit zunehmendem Alter sinkt leider auch die Qualität der Eizellen. Der Anteil der aneuploiden Embryonen, also der Embryonen, die genetisch nicht gesund sind, nimmt zu“, so Dr. Spies. Viele dieser Embryonen können sich nicht einnisten oder führen zu sehr frühen Fehlgeburten.
„Das ist eigentlich einer der Hauptgründe, warum es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, schwanger zu werden und ein gesundes Kind zu bekommen“, erklärt Dr. Spies.
Genau das erleben viele Frauen in Kinderwunschbehandlungen: gute Embryonen auf dem Papier – aber trotzdem negative Schwangerschaftstests oder Fehlgeburten. Häufig liegt die Ursache nicht bei der Gebärmutter, sondern in genetischen Veränderungen der Embryonen.
Zusätzlich können ab 40 weitere Faktoren die Einnistung erschweren – zum Beispiel Myome, Polypen oder Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut. Deshalb betrachten Kinderwunschkliniken heute immer das Gesamtbild und nicht nur die Embryonenqualität allein.
Die sogenannte Eizellreserve lässt sich unter anderem über den AMH-Wert und den Ultraschall der Antralfollikel einschätzen. Wichtig ist dabei aber immer das Gesamtbild: Eine niedrige Eizellreserve mit 30 ist etwas anderes als mit 42.
Was genau ist die Präimplantationsdiagnostik (PID)?
Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist eine genetische Untersuchung von Embryonen vor dem Embryotransfer. Ziel ist es herauszufinden, welche Embryonen einen normalen Chromosomensatz haben und damit die besten Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft besitzen.
International wird die Methode häufig als PGT‑A (Preimplantation Genetic Testing for Aneuploidies) bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum hat sich jedoch der Begriff PID etabliert.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Bei der Präimplantationsdiagnostik werden die Embryonen vor dem Transfer anhand einer Biopsie untersucht und es wird geschaut, ob die Embryonen genetisch gesund sind oder nicht.“
Für viele Frauen über 40 beantwortet die PID eine zentrale Frage der Kinderwunschbehandlung: Welcher Embryo hat überhaupt eine realistische Chance, sich einzunisten und zu einer gesunden Schwangerschaft zu führen?
Genau das macht die Methode so wertvoll. Denn ohne genetische Untersuchung lässt sich oft nicht erkennen, ob ein Embryo chromosomal unauffällig ist. Die Folge sind häufig wiederholte negative Transfers oder frühe Fehlgeburten – obwohl die Embryonen äußerlich zunächst gut entwickelt wirken.
Die PID kann dabei helfen, gezielter auszuwählen und unnötige emotionale Belastungen zu vermeiden.
Wie läuft die PID bei einer IVF-Behandlung ab?
Die Präimplantationsdiagnostik wird in eine normale IVF- oder ICSI-Behandlung integriert. Der Unterschied besteht darin, dass die Embryonen vor dem Transfer zusätzlich genetisch untersucht werden.
Der Ablauf sieht in der Regel so aus:
Hormonstimulation und Eizellentnahme
Zunächst werden die Eierstöcke hormonell stimuliert, damit mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen können. Anschließend erfolgt die Eizellentnahme im Rahmen einer kurzen Punktion.
Befruchtung der Eizellen
Die gewonnenen Eizellen werden im Labor befruchtet – meist mithilfe der ICSI-Methode, bei der ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert wird.
Dr. Katharina Spies erklärt: „In Spanien werden in den meisten Kliniken inzwischen die Eizellen mit der ICSI-Technik befruchtet.“
Entwicklung der Embryonen im Labor
Für die Durchführung einer PID werden die Embryonen bis zum Blastozystenstadium kultiviert (Tag 5 oder 6), da erst in diesem Entwicklungsstadium eine Biopsie möglich ist.
Biopsie und genetische Untersuchung
Im Blastozystenstadium werden wenige Zellen aus dem sogenannten Trophektoderm entnommen – dem äußeren Teil des Embryos, aus dem sich später die Plazenta entwickelt. Der innere Zellkern, aus dem das Baby entsteht, bleibt dabei vollständig unberührt. Diese Zellen werden anschließend genetisch untersucht. Ziel ist es herauszufinden, welche Embryonen einen normalen Chromosomensatz besitzen.
„Das Ergebnis ist nach etwa zwei bis drei Wochen da und dabei erfahren wir, welche der untersuchten Embryonen genetisch gesund sind“, erklärt Dr. Spies.
Einfrieren der Embryonen
Während auf das Ergebnis gewartet wird, werden die Embryonen eingefroren. Die moderne Kryokonservierung gilt heute als sehr schonend und hat die Erfolgschancen deutlich verbessert.
Transfer eines getesteten Embryos
Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird ein genetisch unauffälliger Embryo für den Transfer ausgewählt und in die Gebärmutter eingesetzt.
Für viele Frauen bedeutet das vor allem eines: mehr Klarheit und weniger erfolglose Transfers ohne realistische Chance auf eine Schwangerschaft.
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Warum ist die PID gerade für Frauen über 40 so wichtig?
Für Frauen über 40 ist die PID besonders relevant, weil sich die Wahrscheinlichkeit genetischer Veränderungen in Embryonen mit dem Alter deutlich erhöht.
Das bedeutet: Selbst wenn sich Embryonen gut entwickeln und im Labor „schön“ aussehen, heißt das noch nicht automatisch, dass sie sich auch erfolgreich einnisten oder zu einer intakten Schwangerschaft führen können.
Genau hier setzt die Präimplantationsdiagnostik an. Sie hilft dabei herauszufinden, welche Embryonen überhaupt das Potenzial für eine gesunde Schwangerschaft haben.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Wenn wir zum Beispiel fünf Blastozysten haben und die Patientin 40 Jahre alt ist, können wir rein statistisch etwa 30 Prozent gesunde Embryonen erwarten – also ein bis zwei euploide Blastozysten.“ Wichtig zu wissen: Fünf Blastozysten bei einer 40-jährigen Frau zu gewinnen, ist bereits ein sehr gutes Ergebnis. Dafür werden in der Regel 12 bis 15 Eizellen bei der Punktion benötigt.
Mit zunehmendem Alter sinkt dieser Anteil weiter. Ohne genetische Untersuchung bleibt deshalb oft unklar, welcher Embryo tatsächlich eine realistische Chance hat.
Für viele Frauen bedeutet das:
- wiederholte negative Transfers
- lange Wartezeiten
- emotionale Erschöpfung
- oder frühe Fehlgeburten trotz scheinbar guter Embryonenqualität
Die PID kann helfen, diesen belastenden Kreislauf zu durchbrechen. Denn statt Embryonen allein nach ihrem äußeren Erscheinungsbild auszuwählen, liefert sie zusätzliche genetische Informationen für die Entscheidung über den Transfer.
„Diese Technik ist auch wichtig, um zu verstehen, wenn Patienten wiederholtes Einnistungsversagen haben oder bereits mehrere Embryonen transferiert wurden“, sagt Dr. Spies.
Gerade nach mehreren erfolglosen Versuchen wünschen sich viele Paare vor allem eines: Klarheit. Und genau diese zusätzliche Orientierung kann die PID geben.
Wenn du wissen möchtest, ob eine IVF mit PID in deiner Situation sinnvoll sein könnte, bietet das deutschsprachige Team des Vida Fertility Institute eine unverbindliche Erstberatung an.
Wie stark kann die PID die IVF-Erfolgsrate über 40 verbessern?
Die PID kann die Chancen pro Embryotransfer deutlich verbessern – vorausgesetzt, es steht mindestens ein genetisch unauffälliger Embryo zur Verfügung.
Der entscheidende Vorteil der Methode liegt nicht darin, dass sie die Biologie verändert. Die PID kann keine neuen gesunden Embryonen erzeugen. Sie hilft vielmehr dabei, diejenigen Embryonen zu identifizieren, die die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft mitbringen.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Wenn wir wissen, dass die Embryonen genetisch gesund sind, liegen die Schwangerschaftschancen bei etwa 65 bis 70 Prozent.“
Wichtig ist dabei jedoch die Einordnung: Diese Zahlen beziehen sich auf den Transfer eines genetisch unauffälligen Embryos – nicht auf jede gestartete IVF-Behandlung insgesamt. Gerade bei Frauen über 40 besteht die Herausforderung oft darin, überhaupt Embryonen zu gewinnen, die chromosomal unauffällig sind. Deshalb spielt die Anzahl der gewonnenen Eizellen und Embryonen eine große Rolle.
Je mehr Embryonen für die Untersuchung zur Verfügung stehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen geeigneten Embryo für den Transfer zu finden.
Aus diesem Grund werden Methoden wie die DuoStim oder eine gezielte Vorbereitung der Eizellqualität häufig mit der PID kombiniert.
Für viele Frauen bedeutet die PID vor allem eines: weniger Transfers ohne realistische Chance auf Erfolg – und mehr Klarheit darüber, welche nächsten Schritte medizinisch sinnvoll sind.
Wann kann die PID bei Fehlgeburten oder wiederholten erfolglosen Transfers helfen?
Wiederholte Fehlgeburten oder mehrere erfolglose Embryotransfers gehören für viele Paare zu den belastendsten Erfahrungen einer Kinderwunschbehandlung.
Besonders Frauen über 40 fragen sich nach mehreren negativen Versuchen oft:
- Liegt es an meiner Gebärmutter?
- An meinen Hormonen?
- Oder daran, dass die Embryonen genetisch nicht intakt waren?
Genau hier kann die PID zusätzliche Klarheit schaffen.
Denn ein häufiger Grund für frühe Fehlgeburten oder ausbleibende Einnistungen sind Chromosomenstörungen der Embryonen. Mit zunehmendem Alter steigt dieses Risiko deutlich an.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Die Zunahme aneuploider Embryonen ist einerseits verantwortlich dafür, dass es schwieriger wird, schwanger zu werden, und andererseits dafür, dass es häufiger zu Fehlgeburten kommt.“
Die genetische Untersuchung kann deshalb helfen zu erkennen, ob frühere Embryonen überhaupt das Potenzial für eine intakte Schwangerschaft hatten.
Für viele Frauen ist das emotional entlastend. Denn häufig entsteht nach mehreren erfolglosen Versuchen das Gefühl, der eigene Körper habe „versagt“. In manchen Fällen zeigt sich jedoch, dass die Ursache vor allem in genetischen Veränderungen der Embryonen lag.
Die PID liefert nicht immer die erhoffte Lösung – aber sie kann wichtige Informationen für die nächsten Entscheidungen geben. Zum Beispiel, ob ein weiterer Versuch mit eigenen Eizellen sinnvoll erscheint oder ob andere Wege wie eine Eizellspende in Betracht gezogen werden sollten.
„Insgesamt gibt uns diese Technik sehr viel Information“, sagt Dr. Spies.
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Ist die PID in Deutschland erlaubt – und warum entscheiden sich viele Paare für Spanien?
Die PID ist in Deutschland nur unter sehr strengen Voraussetzungen erlaubt. Sie darf in der Regel nur durchgeführt werden, wenn ein hohes Risiko für schwerwiegende Erbkrankheiten oder bestimmte genetische Schäden besteht.
Eine PID allein aufgrund des Alters – also zum Beispiel wegen einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit für Chromosomenstörungen ab 40 – ist in Deutschland normalerweise nicht möglich.
Zusätzlich muss häufig eine Ethikkommission zustimmen. Viele Paare empfinden diesen Prozess als belastend und zeitaufwendig.
In Spanien ist die Gesetzeslage deutlich offener. Dort kann die PID auch eingesetzt werden, um chromosomal auffällige Embryonen zu erkennen und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu verbessern – insbesondere bei Frauen über 35 oder nach mehreren Fehlversuchen.
Dr. Katharina Spies erklärt: „In Deutschland ist die Gesetzeslage strenger. Die PID ist dort nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich.“
Für viele Paare ist Spanien deshalb nicht nur eine medizinische, sondern auch eine praktische Entscheidung.
Ein großer Vorteil: Die meisten Voruntersuchungen können bereits in Deutschland durchgeführt werden. Für die eigentliche Behandlung reisen viele Patientinnen nur zur Eizellentnahme und später zum Embryotransfer nach Spanien.
„Unsere Patienten können den Großteil der Behandlung in ihrem Heimatland durchführen“, sagt Dr. Spies.
Das Vida Fertility Institute betreut deutschsprachige Patientinnen und Paare an den Standorten Madrid und Alicante.
Welche zusätzlichen Maßnahmen können die Chancen einer IVF über 40 verbessern?
Neben der PID gibt es weitere Ansätze, die die Erfolgschancen einer IVF-Behandlung unterstützen können – vor allem dann, wenn bereits mehrere erfolglose Versuche stattgefunden haben oder nur wenige Eizellen gewonnen werden.
DuoStim (Duale Stimulation)
Bei der sogenannten DuoStim werden innerhalb eines Menstruationszyklus zwei hormonelle Stimulationen durchgeführt, um mehr Eizellen zu gewinnen.
Dr. Katharina Spies erklärt: „Man hat gesehen, dass oft sogar im zweiten Zyklus mehr Eizellen oder mehr Embryonen gewonnen werden können als bei der ersten Stimulation.“
Die Methode wird häufig mit der PID kombiniert, weil während der Wartezeit auf die genetischen Ergebnisse ohnehin kein Frischtransfer stattfindet.
Spermienqualität verbessern
Auch die Spermienqualität beeinflusst die Entwicklung der Embryonen.
„Ab etwa 45 oder 50 Jahren kann auch die Qualität der Spermien sinken“, sagt Dr. Spies. Besonders eine erhöhte DNA-Fragmentierung kann sich negativ auf die Embryonenentwicklung auswirken.
Deshalb achten viele Kinderwunschkliniken heute verstärkt auf Lebensstilfaktoren, Ernährung und eine gezielte Auswahl der Spermien im Labor.
Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut
Für eine erfolgreiche Einnistung ist außerdem eine gut aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wichtig. Deshalb wird vor dem Embryotransfer genau geprüft, wann die Bedingungen für die Einnistung optimal sind.
Je nach Situation kann der Transfer im natürlichen Zyklus oder mit hormoneller Unterstützung vorbereitet werden.
Kann Pimp my Eggs die Eizellqualität vor einer IVF mit PID verbessern?
Viele Frauen versuchen bereits einige Monate vor einer IVF-Behandlung, ihre Eizellqualität bestmöglich zu unterstützen – zum Beispiel über Ernährung, Schlaf, Stressreduktion und Nahrungsergänzungsmittel.
In der Kinderwunsch-Community ist dabei vor allem das Konzept Pimp my Eggs bekannt geworden, das auf dem Buch It Starts with the Egg von Rebecca Fett* basiert.
Dabei werden häufig Nährstoffe wie Coenzym Q10, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Zink oder Methylfolat eingesetzt. Ziel ist es, den Körper während der Eizellreifung bestmöglich zu unterstützen.
Dr. Katharina Spies empfiehlt vielen Patientinnen, bereits einige Monate vor der IVF auf Lebensstil und Nährstoffversorgung zu achten: „Die Eizelle reift über mehrere Monate heran und in dieser Phase können wir die Qualität möglicherweise noch positiv beeinflussen.“
Lesetipp:
Kinderwunsch Vitamine für die Eizellen: Pimp my eggs
Kinderwunsch Vitamine für die Spermien: Pimp my Sperm
Wann ist eine Eizellspende die bessere Option?
Wenn trotz mehrerer IVF-Behandlungen und PID keine genetisch unauffälligen Embryonen entstehen, kann eine Eizellspende eine mögliche nächste Option sein. Dr. Katharina Spies erklärt: „Wenn keine gesunden Embryonen vorliegen, kann das den Schritt erleichtern, über eine Eizellspende nachzudenken.“
Für viele Frauen ist diese Entscheidung emotional nicht leicht. Gleichzeitig eröffnet die Eizellspende manchen Paaren eine neue Chance auf eine Schwangerschaft – insbesondere ab Anfang 40, wenn die Zahl genetisch auffälliger Embryonen deutlich ansteigt.
Fazit: Deine Strategie für eine höhere IVF Erfolgsrate über 40
Die IVF-Erfolgsrate sinkt ab 40 vor allem aufgrund genetischer Veränderungen der Embryonen. Die PID kann dabei helfen, Embryonen mit den besten Chancen auf eine intakte Schwangerschaft gezielter auszuwählen und unnötige Fehlversuche zu vermeiden.
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. Gerade nach mehreren erfolglosen Versuchen kann eine persönliche Beratung helfen, die nächsten Schritte klarer einzuordnen.
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Das deutschsprachige Team nimmt sich Zeit für deine Fragen – unverbindlich, diskret und mit viel Erfahrung für Frauen über 40.
Häufige Fragen zur IVF Erfolgsrate über 40
Wie hoch ist die IVF Erfolgsrate mit 40 ohne PID?
Laut dem Deutschen IVF-Register liegt die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer bei Frauen zwischen 41 und 44 Jahren bei rund 17 Prozent. Die Geburtenrate liegt sogar nur bei etwa 11 Prozent. Der Hauptgrund sind Chromosomenstörungen in den Embryonen, die ohne PID nicht erkannt werden.
Wie hoch ist die IVF Erfolgsrate mit PID über 40?
Wenn ein genetisch gesunder (euploider) Embryo transferiert wird, liegt die Schwangerschaftsrate bei 65 bis 70 Prozent – unabhängig vom Alter der Frau. Die PID gleicht den altersbedingten Nachteil aus, weil sie nur Embryonen mit normalem Chromosomensatz für den Transfer auswählt.
Wie viele Embryonen brauche ich für eine erfolgreiche PID über 40?
Je mehr, desto besser. Bei 40 Jahren sind statistisch etwa 30 Prozent der Embryonen genetisch gesund, bei 42 bis 43 Jahren nur noch 10 bis 20 Prozent. Um eine realistische Chance auf mindestens einen gesunden Embryo zu haben, sollten idealerweise mindestens fünf bis sechs Blastozysten für die PID vorliegen.
Was ist der Unterschied zwischen PID und PGT A?
PID (Präimplantationsdiagnostik) und PGT‑A (Preimplantation Genetic Testing for Aneuploidies) bezeichnen dasselbe Verfahren: die genetische Untersuchung von Embryonen auf Chromosomenstörungen vor dem Transfer. PGT‑A ist die international gebräuchliche Bezeichnung.
Ist die PID in Deutschland erlaubt?
In Deutschland ist die PID nur bei schwerwiegenden Erbkrankheiten oder Chromosomenstörungen erlaubt, die zu Tot- oder Fehlgeburten führen. Eine routinemäßige PID als Altersindikation ist nicht zugelassen. In Spanien ist sie bei medizinischer Indikation, einschließlich Alter, breit möglich.
Was kostet eine IVF mit PID in Spanien?
Die Kosten hängen von Klinik, Medikamenten und individuellem Behandlungsplan ab. Eine individuelle Kostenschätzung erhältst du im Beratungsgespräch mit dem Vida Fertility Institute.
Muss ich für die gesamte Behandlung nach Spanien reisen?
Nein. Die meisten Voruntersuchungen (Blutbild, Hormonstatus, Ultraschall, Spermiogramm) können bei deinem Gynäkologen oder in einer Kinderwunschklinik in Deutschland durchgeführt werden. Du reist in der Regel nur zur Eizellentnahme und zum Embryotransfer nach Spanien.
Wie lange dauert eine IVF mit PID insgesamt?
Von der Stimulation bis zum Embryotransfer vergehen in der Regel vier bis sechs Wochen. Die Stimulation dauert 10 bis 12 Tage, danach folgen Eizellentnahme und Befruchtung. Die PID-Ergebnisse liegen nach zwei bis drei Wochen vor, anschließend wird der Transfer geplant.
Wann sollte ich über eine Eizellspende nachdenken?
Wenn die PID wiederholt keine genetisch gesunden Embryonen findet oder die Eizellreserve so stark erschöpft ist, dass kaum noch Eizellen gewonnen werden können. Experten empfehlen, die Eizellspende besonders ab 43 bis 44 Jahren in Betracht zu ziehen. Die Schwangerschaftsraten mit Spendereizellen liegen deutlich höher.
Mehr über Vida Fertility Institute — Kinderwunschklinik in Madrid und Alicante (Spanien)
Vida Fertility ist eine führende Kinderwunschklinik mit Standorten in Madrid und Alicante, die sich auf internationale Patientinnen und komplexe Fälle spezialisiert hat. Mit 90% internationalen Patientinnen hat sich die Klinik darauf spezialisiert, Lösungen zu finden, wo andere Kliniken nicht weiterkamen.
Medizinische Exzellenz auf höchstem Niveau
Die Klinik verfügt über modernste Labortechnologie:
- Zeitraffer-Inkubationssysteme für optimale Embryonenentwicklung
- Künstliche Intelligenz zur Embryonenauswahl
- Hochpräzise Mikroinjektionswerkzeuge (ICSI)
- Genetische Präimplantationsdiagnostik (PGT‑A)
- WITNESS-System zur lückenlosen Probenverfolgung per Radiofrequenz
“Wir glauben, dass medizinische Exzellenz im Labor beginnt”, so die Philosophie der Klinik. Die hochmodernen Einrichtungen auf insgesamt 750 Quadratmetern in Madrid umfassen einen direkt ans Labor angeschlossenen OP-Bereich, drei Sprechzimmer mit neuester Ultraschalltechnik (Voluson S8) und vier komfortable Aufwachräume.
Persönliche Betreuung in deiner Sprache
Was Vida Fertility besonders auszeichnet, ist die Kombination aus Spitzentechnologie und persönlicher Betreuung:
- Durchgehende Betreuung durch dasselbe Ärzte-Team vom ersten Termin bis zum positiven Schwangerschaftstest
- Deutschsprachiges Team – komplette Kommunikation und Dokumentation auf Deutsch
- Erfahrung mit internationalen Patientinnen – die meisten Kontrollen können in deinem Heimatland durchgeführt werden
- Individuelle Behandlungspläne für jeden einzelnen Fall
Dr. Katharina Spies, die medizinische Direktorin der Madrider Klinik, ist seit 15 Jahren in Spanien tätig und führt die Klinik mit einem erfahrenen Team aus internationalen Spezialistinnen.
Weitere Informationen: https://vidafertility.com/de/
Quellenangaben
Deutsches IVF-Register (D·I·R): Jahrbuch 2024 – Sonderausgabe für Paare. Schwangerschaftsraten und Geburtenraten nach Altersgruppen. Verfügbar unter: https://www.deutsches-ivf-register.de
ESHRE (European Society of Human Reproduction and Embryology): Good practice recommendations for preimplantation genetic testing. Human Reproduction Open, 2020.
Ubaldi, F. M. et al. (2019): Advanced maternal age in IVF: Still a challenge? The present and the future of its treatment. Frontiers in Endocrinology, 10, 94.
Munné, S. et al. (2019): Preimplantation genetic testing for aneuploidy versus morphology as selection criteria for single frozen-thawed embryo transfer in good-prognosis patients: a multicenter randomized clinical trial. Fertility and Sterility, 112(6), 1071–1079.
Vaiarelli, A. et al. (2018): DuoStim – a novel ovarian stimulation strategy to optimize the number of oocytes retrieved from poor prognosis patients. Reproductive BioMedicine Online, 37(2), 189–196.
Bentov, Y. et al. (2014): Coenzyme Q10 supplementation and oocyte aneuploidy in women undergoing IVF–ICSI treatment. Clinical Medicine Insights: Reproductive Health, 8, 31–36.
Fett, R. (2019): It Starts with the Egg: How the Science of Egg Quality Can Help You Get Pregnant Naturally, Prevent Miscarriage, and Improve Your Odds in IVF. 2. überarbeitete Auflage, Franklin Fox Publishing.
Ley 14/2006 sobre técnicas de reproducción humana asistida. Spanisches Gesetz über Techniken der assistierten Reproduktion. Boletín Oficial del Estado.

Claudia Remsing ist die Gründerin und Herausgeberin von Wegweiser Kinderwunsch, einem der führenden deutschsprachigen Online-Magazine für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch. Nach 10 Jahren eigener Kinderwunsch-Erfahrung mit Endometriose, IVF, ICSI und Adoption gründete sie das Magazin, um fundierte Informationen bereitzustellen und Tabus zu brechen. Sie arbeitet eng mit einem Netzwerk medizinischer Fachexperten zusammen, darunter Kinderwunsch-Ärzte nationaler und internationaler Kliniken. Zu ihrem Netzwerk gehören beispielsweise unter anderen auch Julia Neuen (Gründerin der Kinderwunsch-Kursplattform Storchgeflüster und von peaches für Female Health), Gynäkologin Dr. Heidi Gößlinghoff und Heilpraktikerin Kathrin Steinke. Beim Think Tank Fertility in Berlin traf sie Louise Brown, den ersten durch IVF geborenen Menschen der Welt. Als Initiatorin der Kampagne #1von7 zur Enttabuisierung des unerfüllten Kinderwunschs war sie unter anderem auf RTL und im Brigitte Magazin zu sehen. Mehr über die Herausgeberin Claudia Remsing, redaktionelle Standards und das Expertennetzwerk.













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